Der Rekordchampion holt seinen 33. Titel

Der Rekordchampion holt seinen 33. Titel Westbevern, wer sonst?

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Schon am Donnerstag nach der Kür war klar, dass der Weg zum Titel im Kampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster nur über den RV Gustav Rau Westbevern führen konnte. (Von Henner Henning)

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Und der Rekordchampion untermauerte seine dominante Rolle auch im abschließenden Springen und sicherte sich den vierten Sieg am Stück. Auf dem zweiten Rang folgte der RV Roxel, der den RFV Nienberge-Schonebeck noch abfing.

Vor dem Showdown der Favoriten taten sich die Teams in dem anspruchsvollen Parcours schwer. Einzig der RFV Havixbeck-Hohenholte erzielte von den ersten acht Startern die Maximalausbeute von 40 Punkten und sprang damit vom vorletzten Rang hoch auf Platz acht. Dagegen erwischte der RFV Zum Rieselfeld einen rabenschwarzen Tag. Mit Sandra Schorn und Dominik Droste schieden zwei Reiter nach je drei Verweigerungen aus, mit insgesamt 28 Strafpunkten purzelte das Team ans Tabellenende.

So war es dem RV Greven vorbehalten, die Havixbecker Klettertour mit einem ebenfalls perfekten Resultat zu stoppen und somit den vierten Rang zu erobern. Die Entscheidung der 79. Auflage der Bauernolympiade nahte nun, der nach zwei Disziplinen viertplatzierte RV Roxel leitete die heiße Phase ein. Nullrunden von Lucas Ackermann mit Campino, Kathrin Hufelschulte mit Riccia, Marie Schulze Topphoff mit Fady Maalouf und Karl-Josef Kückmann mit Flamme hielten Roxels Hoffnungen am Leben – und zauberten den Reitlehrern Daniela Waldmann und Michael Potthink ein Strahlen ins Gesicht. „Wir haben ein bisschen gepokert, hatten hauptsächlich Dressurpferde dabei. Aber in dem technisch anspruchsvollen Parcours hat es bei uns geklappt“, sagte Potthink, dessen Team sich den Vizetitel sicherte. „Ohne Worte, ich bin auf ganzer Linie mit der Leistung zufrieden“, meinte Waldmann.

Springen Lucas 4Springen Kathrin 1
Springen Steffi 3Springen Steffi 1
Springen Kajo 1Kuer 1

Denn im Gegensatz zu Roxel patzten die Nachbarn. Erst erlaubte sich der RV Albachten 20 Strafpunkte, die den Sturz auf Rang sieben zur Folge hatten. Und auch Nienberge-Schonebeck blieb bei seiner zweiten Teilnahme nicht verschont und kam bei nur einer Nullrunde von Gina Schöning mit Qunita auf insgesamt zwölf Zähler. „Wir sind dennoch sehr gut zufrieden mit Platz drei. Leider war das Glück im Springen nicht auf unserer Seite, unsere Fehler waren alles Flüchtigkeitsfehler. Aber wir greifen im nächsten Jahr wieder an“, versprach Andreas Geßmann, der Reitlehrer des Vorjahreszweiten.

Nach den Missgeschicken der Konkurrenz war der Weg geebnet für Westbevern, das nun drei Abwürfe in das Ergebnis einbringen durfte. Nachdem Tim Kolkmann mit Lady Lissabon eine Stange fallen ließ, beruhigte Hendrik Wiegert im Sattel von Felipe mit einem blitzsauberen Ritt die Nerven seiner Kollegen, die nach dem Nuller von Karin Schulze Topphoff mit Aperol endgültig jubelten. „Der Teamgeist ist super, die Mannschaft stimmt und jeder nimmt jeden mit. Das ist das Erfolgsrezept“, sagte Reitlehrerin Tanja Alfers nach dem 33. Triumph des Dominators.