Prominenz im Sattel

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Besonders die hochklassigen Prüfungen auf dem Springplatz sind beim
RV Roxel so beliebt, dass im nächsten Jahr noch mehr Prüfungen der
schweren Klasse stattfinden sollen. Foto: fre



Münster-Roxel - 

630 Reiter auf 1800 Pferden bewiesen am Wochenende ihr Talent im Sattel. Vier Tage lang gab es teils hochklassige Spring- und Dressurwettbewerbe in Roxel zu sehen.

Von Franziska Eickholt


7200 Pferdehufe trommeln über die Sandplätze: Wenn 630 Reiter mit 1800 Pferden in rund 2000 Starts ihr Bestes geben, ist nicht nur auf den Reitplätzen richtig etwas los. Das viertägige Reitturnier des Reitvereins (RV) Roxel lockte auch am Rand der Reitbahnen fast 2000 Gäste auf die Reitanlage an der Bösenseller Straße.

Wo vor drei Wochen beim Fahrturnier des RV noch Kutschen unterwegs waren, stiegen jetzt die Dressur- und Springreiter in den Sattel. „Das Nennergebnis ist überwältigend“, unterstrich der Vereinsvorsitzende Christian Gäher. Allein für einen der Höhepunkte auf dem Hauptplatz, eine Springprüfung der schweren Klasse, hatten sich 150 Reiter angekündigt – darunter auch Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid Klimke. Besonders die Nachwuchsreiter aus der Umgebung wollten sich das nicht entgehen lassen. So nutzten Hunderte die Gelegenheit, die Reitmeisterin live im Sattel zu erleben.

Die vielen Nennungen und das hochklassige Starterfeld sprechen für sich. „Wir können auf ein tolles Team setzen“, betonte Gäher. „Es läuft alles wie von alleine. Dadurch können wir sowohl Reitern als auch Zuschauern ein tolles Rundum-Paket bieten. Von den Bodenverhältnissen bis zur Verpflegung stimmt alles.“

Einzigartig ist beim RV Roxel das Angebot für Freunde der Dressur. Etwas abseits vom Trubel des Springplatzes eröffnet sich das Dressurviereck in grüner Idylle. Zwischen Wiesen und Feldern entsteht auf dem aufwendig geschmückten Prüfungsplatz eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Vor allem zu den beiden Prüfungen der schweren Klasse säumten zahlreiche Zuschauer das beinahe idyllische Dressurviereck.

Dass das diesjährige Reitturnier für den Verein ein besonderer Kraftakt war, war kaum zu merken. „Parallel zu den Turniervorbereitungen haben wir unsere Stallungen komplett renoviert. Für unzählige Helfer gab es kaum einen baufreien Tag“, erklärte Gäher.

Trotzdem wollen die Mitglieder weiter zusammenhalten und das Reitturnier im nächsten Jahr noch vergrößern. Gäher machte deutlich: „Es sollen nicht mehr als vier Tage werden, aber aufgrund des großen Interesses überlegen wir, noch mehr hochklassige Prüfungen auszuschreiben.“