Klimke siegt mit Parmenides doppelt

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Gleich doppelten Grund zur Freude bereitete Parmenides seiner
Reiterin Ingrid Klimke, die in Roxel die beiden S-Springen mit dem
Vielseitigkeitspferd gewann. Foto: Marion Fenner

Münster - 

Ingrid Klimke feiert ihre Erfolge in der Regel in der Vielseitigkeit. Beim gut organisierten Turnier des RV Roxel machte sie aber als Springreiterin auf sich aufmerksam und gewann mit Parmenides gleich zwei S-Prüfungen.

Von Marion Fenner

Mut zum Risiko wird belohnt. Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) gab im Stechen im Sattel von Parmenides beim Zwei-Sterne-Springen der schweren Klasse beim Turnier des RV Roxel wirklich alles, drückte aufs Tempo – und gewann. Und das mit knapp fünf Sekunden Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Lena Sennekamp (RV Albachten) hatte mit Wolke versucht, Klimke den Sieg noch streitig zu machen. Doch an die vorgelegte Zeit von 40,97 Sekunden kam Sennekamp nicht heran. Sie benötigte 45,46 Sekunden. Die übrigen Teilnehmer im Stechen kassierten Strafpunkte für Abwürfe, sodass sich Sennekamp immerhin noch über Platz zwei freuen konnte. Platz drei im Zwei-Sterne-S-Springen ging an Markus Renzel (RFV Alt Marl) mit Casquero.Die Siegerin strahlte bei dieser Platzierung über das ganze Gesicht. „Mein erster Sieg in einem Zwei-Sterne-Springen“, freute sich die Amazone über den ganz besonderen Erfolg. Zwar hängen in ihrem Trophäenschrank schon olympische Goldmedaillen, die sie in der Vielseitigkeit erritten hat, doch der erste Sieg in dieser Prüfungsklasse war für Klimke ein weiterer Höhepunkt in ihrer langen Karriere. „Mein Pferd hat immer eine hohe Grundschnelligkeit“, erklärte sie nach ihrem Ritt mit Parmenides. Wenn dann noch das nötige Quäntchen Glück dazukommt und alle Stangen liegenbleiben, dann haben die Springspezialisten eben einmal das Nachsehen.

Schon am Tag zuvor hatte sie sich in der Ein-Sterne-Prüfung die Siegerschleife abgeholt – vor Marie Schulze Topphoff vom gastgebenden RV Roxel mit Safira. „Es ist hier ganz gut gelaufen“, erklärte die Reiterin, die noch mehrere Platzierungen mit weiteren Pferden sammelte. Mit Wolterra hatte sie ebenfalls das Stechen im Sonntags-Springen erreicht und landete dort im Endklassement mit einem Abwurf auf Platz sechs. Zudem gewann sie mit Firlefranz unter anderem die Reitpferdeprüfung und wurde mit Weisse Düne Vierte in einer M-Dressur. Jetzt gilt das Hauptaugenmerk wieder den Vielseitigkeitspferden, mit Hale Bob will sie beim CHIO in Aachen einen guten Eindruck hinterlassen und sich für die Europameisterschaften im polnischen Strzegom empfehlen. Und dann gibt es ja auch noch die Dressurpferde Geraldine und Franziskus, mit denen Klimke ebenfalls noch viele Pläne für dieses Jahr hat.Nach ihrem Sieg an der Bösenseller Straße nutzte sie die Chance, sich im Namen aller Reiter beim Veranstalter für das „tolle und gut organisierte Turnier“ zu bedanken. Es sei immer wieder ein Vergnügen, in Roxel zu reiten. Für Klimke in diesem Jahr sogar ein besonderes.