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Sieger in der Zwei-Sterne-Prüfung: Eva Deimel vom RV St. Hubertus Wolbeck und Sakrileg. Foto: Marion Fenner


Für Eva Deimel war das Turnier in Roxel fast ein Heimspiel. Mit Sakrileg gewann die Amazone das Zwei-Sterne-S-Springen und ließ sich lautstark dafür feiern. Unterdessen gab es Unmut wegen der Dressur-Jury. Die Bewertungen waren teilweise sehr unterschiedlich.

Von Marion Fenner



Einige Tränen der Rührung kullerten bei Eva Deimel nach dem Sieg im Zwei-Sterne-S-Springen. Mit ihrem Hengst Sakrileg hatte sie im Stechen die Konkurrenz hinter sich gelassen und wurde von den Zuschauern lautstark gefeiert.



Jubel und Beifall nahmen gar kein Ende, selbst La-Ola-Wellen gab es. Gerade im RV Roxel hat die Amazone viele Freunde. „Ich bin hier zwar nicht im Verein“, sagte die für den RV St. Hubertus Wolbeck startende Reiterin. „Aber hier fühle ich mich zu Hause.“ Das Turnier habe einen festen Platz im Jahreskalender, weil es einfach zu den schönsten Veranstaltungen in der Region gehöre. Das sage sie nicht, weil sie nun gewonnen habe, das sei schon seit vielen Jahren so.

Starke Wendung

Eine Wendung sei ihr etwas besser gelungen als Wilhelm Winkler mit Caluna (RV Löningen-Böen-Bunnen), der als Dritter von zwölf Startern im Stechen nach 34,30 Sekunden fehlerfrei im Ziel war. Deimel und Sakrileg benötigten 33,75 Sekunden. „Mein Hengst lässt sich im Parcours unheimlich schnell drehen, das kam uns zugute.“ Dazu habe der Achtjährige einfach eine tolle Einstellung zum Sport und arbeite immer gut mit. Und wenn sich seine Reiterin nicht dem Springen verschrieben hätte, könnte Sakrileg in Sachen Ausstrahlung und Bewegungstalent durchaus auch zum Schleifen sammeln ins Dressurviereck geschickt werden.

Hinterher ging es dann noch an die Theke. „Das muss einfach gefeiert werden“, so Deimel, im Vorjahr noch Zweite. Platz drei ging an Vereinskameradin Vanessa König, die For Me gesattelt hatte. In der S-Springprüfung am Tag zuvor hatten Toni Hassmann (RV Lienen) und Clooney die Nase vorn, Platz zwei ging an Andrea Hoppe (RV St. Georg Münster) auf La Fleur. Im Dressurviereck siegte Jutta Zimmermann (RV Rhede) mit Amaro Abano in der schweren Prüfung. Platz vier ging an Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) auf Franziskus.

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Der Reit- und Fahrverein Roxel veranstaltet an diesem Wochenende eines seiner größten Turniersportveranstaltungen mit über 2.500 Nennungen. Das Gelände an der Bösenseller Straße ist auf zahlreiche Zuschauer und großen Turniersport vorbereitet. Ganz besonders freuen sich die Verantwortlichen mit dem Vorsitzenden Christian Gäher und dem langjährigen Vorstandsmitglied und Organisationsleiter Paul Hufelschulte darüber, dass sie mit der Vereinigten Volksbank Münster einen neuen starken Partner gefunden haben. Die Bank sitzt nicht nur beim Zwei-Sterne-S-Springen im Sattel, sondern hat dem Verein auch materiell auf die Sprünge geholfen. Gleich zum Auftakt des Turnieres begrüßten die Reitsportfunktionäre Dirk Stippel, den Filialleiter der Volksbank Roxel. 40 Prüfungen werden angeboten. Viel Prominenz wird erwartet.

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Der Rekordchampion holt seinen 33. Titel Westbevern, wer sonst?

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Schon am Donnerstag nach der Kür war klar, dass der Weg zum Titel im Kampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster nur über den RV Gustav Rau Westbevern führen konnte. (Von Henner Henning)

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Und der Rekordchampion untermauerte seine dominante Rolle auch im abschließenden Springen und sicherte sich den vierten Sieg am Stück. Auf dem zweiten Rang folgte der RV Roxel, der den RFV Nienberge-Schonebeck noch abfing.

Vor dem Showdown der Favoriten taten sich die Teams in dem anspruchsvollen Parcours schwer. Einzig der RFV Havixbeck-Hohenholte erzielte von den ersten acht Startern die Maximalausbeute von 40 Punkten und sprang damit vom vorletzten Rang hoch auf Platz acht. Dagegen erwischte der RFV Zum Rieselfeld einen rabenschwarzen Tag. Mit Sandra Schorn und Dominik Droste schieden zwei Reiter nach je drei Verweigerungen aus, mit insgesamt 28 Strafpunkten purzelte das Team ans Tabellenende.

So war es dem RV Greven vorbehalten, die Havixbecker Klettertour mit einem ebenfalls perfekten Resultat zu stoppen und somit den vierten Rang zu erobern. Die Entscheidung der 79. Auflage der Bauernolympiade nahte nun, der nach zwei Disziplinen viertplatzierte RV Roxel leitete die heiße Phase ein. Nullrunden von Lucas Ackermann mit Campino, Kathrin Hufelschulte mit Riccia, Marie Schulze Topphoff mit Fady Maalouf und Karl-Josef Kückmann mit Flamme hielten Roxels Hoffnungen am Leben – und zauberten den Reitlehrern Daniela Waldmann und Michael Potthink ein Strahlen ins Gesicht. „Wir haben ein bisschen gepokert, hatten hauptsächlich Dressurpferde dabei. Aber in dem technisch anspruchsvollen Parcours hat es bei uns geklappt“, sagte Potthink, dessen Team sich den Vizetitel sicherte. „Ohne Worte, ich bin auf ganzer Linie mit der Leistung zufrieden“, meinte Waldmann.

Springen Lucas 4Springen Kathrin 1
Springen Steffi 3Springen Steffi 1
Springen Kajo 1Kuer 1

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In der Einzelwertung ganz vorne:  Roxels Marie Schulze Topphoff Foto: Jürgen Peperhowe

Marie Schulze Topphoff vom RV Roxel landete an der Spitze der Einzelwertung. Dabei ging sie mit einem ausgewiesenen Dressurpferd in den Springparcours.

Die Aufgabe, die Marie Schulze Topphoff in der abschließenden Disziplin im Kampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster lösen musste, war nicht ganz einfach. Mit Fady Maalouf, einem ausgewiesenen Dressurpferd, ging der Youngster für den RV Roxel in den Springparcours. Doch der Anforderung wurde sie gerecht, mit ihrer sicheren und souveränen Nullrunde trug sie zum Optimalergebnis der Equipe bei, die sich damit noch von Rang vier zum Vizetitel vorschob.

Ein schöner Nebeneffekt: Schulze Topphoff landete an der Spitze der Einzelwertung. „Im Verlauf des Parcours’ hatte ich bei Marie nicht befürchtet, dass noch etwas anbrennen kann“, sagte Michael Potthink, der für das Springreiten in der Roxeler Equipe zuständig ist. Mit der Wertnote von 9,225 lag die Münsteranerin 0,5 Punkte vor Karin Schulze Topphoff, die dafür mit Seriensieger RV Gustav Rau Westbevern mal wieder die Bauernolympiade gewann.

Fuchsjagd

Max Orlowski und Sarah Havixbeck-Hartmann sichern sich die Titel

ROXEL. Ihren Verfolgern machte es Lara Heggelmann nicht gerade leicht: ein Ausweichmanöver hier, eine überraschende Wende dort. Doch Max Orlowski nutzte eine kleine Unachtsamkeit der Amazone, riss ihr den Fuchsschwanz von der rechten Schulter und sicherte sich somit den Titel des Fuchsmajors bei den Großpferden des Reit- und Fahrvereins Roxel. Bei den Ponys wurde Sarah Havixbeck-Hartmann neue Fuchsmajorin und Nachfolgerin von Lisa Schulze Topphoff.
Ausritt auch für Nichtreiter
Der Samstag begann zunächst mit einem Stelldichein an der Roxeler Reithalle. Von dort aus erfolgte der Start zum obligatorischen Ausritt. Auch Nichtmitglieder begleiteten diesen Ausflug per Fahrrad oder in einer der neun Kutschen sowie in einem Planwagen. Man steuerte verschiedene Stationen an, wie beispielsweise das Haus der noch amtierenden Pony-Majorin, die zum Frühstück einlud. Auf der Reitanlage der Familie Bennie Kleijn in Havixbeck gab es auf Einladung von Lara Heggelmann eine zünftige Erbsensuppe. Zurück in Roxel ging es dann um die Ermittlung der neuen Fuchsmajore. Bei den Großpferden gab es drei Vorläufe, die Max Orlowski, Karl-Josef Kückmann und Pia Westholt für sich entschieden. Diese drei traten dann auch im Finale an. Dort machten sie Jagd auf Heggelmann und den Fuchsschwanz. „Wo bleibt Ihr denn“, sagte die Verfolgte keck und aufmunternd. Orlowski hatte dann die passende Antwort.
Bei den Ponys traten Antonia Kasman, Hannah Trapp, Lukas Neufelder und Sarah Havixbeck-Hartmann an. Auch hier gab es eine spannende Verfolgungsjagd, die Sarah Havixbeck-Hartmann für sich entschied. kbö