Mi., 22.10.2014
Welche Voraussetzungen müssen Pferd und Reiter für das Fuchsschwanzgreifen erfüllen? Waghalsige Verfolgungsjagd

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Glücklich strahlten im vergangenen Jahr (v.l.): Christian Gäher (1. Vorsitzender), Marlene Lienesch (Pony-Fuchsmajorin 2012), Lisa Schulze Topphoff (Pony-Fuchsmajorin 2013), Lara Heggelmann (Fuchsmajorin 2013) und Marie Fockenbrock (Fuchsmajorin 2012). Foto: nn

Münster-Roxel - 

Waghalsige Wendemanöver und schnelle Stopps werden beim Fuchsschwanzgreifen von Pferden und Reitern verlangt. So auch bei der Fuchsjagd, die der Reit- und Fahrverein Roxel am Wochenende durchführt.
Ein spektakuläres Schauspiel werden am Samstag (25. Oktober) wieder einige Reiter des Reit- und Fahrvereins (RuF) Roxel bieten, wenn sie um 15.15 Uhr an der Reithalle (Bösenseller Straße 6) zum traditionellen Fuchsschwanzgreifen antreten. Wilde Verfolgungsjagden, waghalsige Wendemanöver und mutige Griffe nach der Schulter des Vorjahresmajors, an der der Fuchsschwanz befestigt ist, ziehen die Zuschauer in ihren Bann.
Gewöhnlich werden die Ponys und Pferde ganz anders geritten. Was ist also an Vorbereitung erforderlich, damit die Vierbeiner bei diesem Wettkampf mitarbeiten? „Jeder Teilnehmer der Fuchsjagd sollte schon mal mit dem Pferd ins Gelände geritten sein“, gibt Sophie Pier-Eiling zu bedenken, die beim RuF für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Denn vor dem Fuchsschwanzgreifen findet ab 8.30 Uhr der Ausritt durch die Bauerschaften mit Stopps bei den Vorjahres-Fuchsmajoren statt. „Junge Pferde mögen die Gesellschaft von anderen, erfahrenen Pferden, dadurch wird es für sie leichter“, erläutert Pier-Eiling. „Es beruhigt sie, wenn die älteren Pferde manche ungewohnte Situationen schon kennen und sie gelassen hinnehmen, wie zum Beispiel die Begegnung mit einem Trecker.“
Die jungen Pferde würden sich viel von den erfahrenen Tieren abschauen. „Und das Reiten in einer größeren Gruppe reißt sie mit.“ Der Weg führt nach Möglichkeit über Reitwege. Wenn das nicht möglich ist, werden jedoch auch asphaltierte Wege genutzt.
Für das Fuchsschwanzgreifen wird nicht mit allen Pferden regelmäßig geübt, berichtet Sophie Pier-Eiling. „Wenn jemand sich vornimmt, den Fuchsschwanz zu holen, kann er mit dem Pferd dafür trainieren.“ Eine gute Kontrolle und reiterliches Können seien dabei gefragt. „Da muss man schon etwas mehr Gas geben, um den Schwanz greifen zu können“, weiß Pier-Eiling. Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Pferd und Reiter müsse für diesen Einsatz gegeben sein. „Die Reiter müssen geübt und sattelfest sein. Sie müssen ruhig bleiben, denn das spürt ein Pferd.“
Bei Kindern und Jugendlichen müsse der Reitlehrer einschätzen, ob sie den Wettkampf schon austragen können. Wenn nicht das eigene Pferd geritten wird, entscheidet der Besitzer, ob das Tier mitwirken darf.
Nach dem Wettkampf wird etwas im Schritt geritten, damit die verschwitzten Pferde wieder trocknen können und auf Normaltemperatur kommen. Am nächsten Tag sollten sie ausreichend bewegt werden, um einem Muskelkater vorzubeugen.







MÜNSTER Das Gefühl, für Deutschland Nationenpreise zu gewinnen, kennt Philipp Schulze Topphoff bereits. Schon 2013 siegte der junge Reiter des RV Roxel mit der Equipe von Bundestrainer Peter Teeuwen beim Internationalen Jugendturnier in Chevenez (Schweiz) und sicherte damit Deutschland den ersten Platz in der Gesamtwertung der EY-Cup-Pony-Challenge. Genau dieses Kunststück wiederholte er nun, diesmal mit Schwester Lisa an der Seite.

Im Finale der europäischen Tour sattelte Philipp Schulze Topphoff Mentos Junior, mit dem er sich in den zwei Umläufen nur einen Abwurf erlaubte. Es waren die einzigen Strafpunkte, die in das Ergebnis flossen, da Julius Reinacher (Rosendahl) mit Christoph Columbus und Franziska Müller (Hückeswagen) mit Leo eine Doppel-Null ablieferten. Da fiel der missglückte Auftritt von Lisa Schulze Topphoff und Nalon nicht ins Gewicht, die in beiden Umläufen das Streichergebnis hatte. Deutschland siegte vor den auch Gesamtzweiten Niederlanden (neun Strafpunkte) und Belgien (zehn).

Zum Abschluss des Turniers glückten den Geschwistern zwei gute Ergebnisse im Einzel. Im Finale der kleinen Tour landete Lisa Schulze Topphoff mit Chiquilla Loca auf Rang sieben, ihr Bruder wurde mit Mentos Junior im Stechen des Pony-Grand-Prix beim Sieg von Johanna Sixt (Österreich) mit Florian Vierter.

Weiterlesen: Schulze Topphoffs siegen in Chevenez

Ein erfolgreiches Wochenende ganz im Zeichen des Fahrsportes hat der Reit- und Fahrverein Roxel verlebt. Durch die beiden Richter Helmut Mönnig und Uwe Damm wurden 8 Fahrerinnen und Fahrern die Prüfung für das Fahrabzeichen der Klasse 5 abgenommen und 3 Fahrerinnen die Prüfung für das Fahrabzeichen der Klasse 4. Nach einem aufregenden Prüfungsnachmittag konnten die 11 Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer in geselliger Runde die durchweg guten Ergebnisse feiern. Ein besonderer Dank gilt den beiden langjährigen Ausbildern Heinz Lilienbecker und Theo Mengelkamp, die auch in diesem Jahr nicht nur durch ihr Fachwissen, sondern mit viel Einsatz und mitreißender Begeisterung für den Fahrsport die Prüflinge bestens vorbereitet haben. Doppelten Grund zum Feiern gab es seitens der Ausbilder, da Theo Mengelkamp in diesem Jahr bereits zum 25. Mal als Ausbilder des Fahrkurses im Reit- und Fahrverein Roxel tätig geworden ist.

Gruppenfoto Fahrabzeichen

Zum Abschluss der Saison trafen sich die Roxeler Fahrerinnen und Fahrer mit ihren Gespannen noch einmal zu einer Ausfahrt mit diversen Spielen.

Wissen und Geschick gefragt

Fahrer des Reit- und Fahrvereins lassen Saison ausklingen

MÜNSTER-ROXELMit einer gemeinsamen Ausfahrt ließen die Fahrerinnen und Fahrer des Reit- und Fahrvereins Roxel die Saison rundum vergnüglich ausklingen. Erst beim morgendlichen Start an der Reithalle erfuhren die Teilnehmer mit ihren schmucken Gespannen, was im Laufe der nächsten Stunden unternommen werden sollte. Das hatten die Organisatoren geheim gehalten.

„Bei viel Glück mit dem Wetter standen verschiedene Spiele auf dem Plan“, heißt es in einer Mitteilung der Reit- und Fahrvereins. Sowohl von den Fahrern als auch von den Beifahrern wurde dabei Geschick verlangt und Wissen abgefragt.

Gegen Mittag legten die Teilnehmer eine Pause ein, bei der fürs leibliche Wohl aller gesorgt war. Am Nachmittag führte die Ausfahrt die Gespanne zur Reithalle zurück.

Bei der Siegerehrung am Abend warteten tolle Preise, die von Sponsoren zur Verfügung gestellt worden waren, auf die erfolgreichen Fahrer. Beschlossen wurde die Ausfahrt zum Saisonende in geselliger Runde an der Reithalle.


GruppenbildFahr
Reiten: Sieg bei der NRW-Childrens-Trophy

MÜNSTER. Den Sieg bei der NRW-Childrens-Trophy der Klasse L in Appelhülsen holte sich Lisa Schulze Topphoff (RV Roxel). Der Wettkampf war als Stilspringen mit Standardanforderungen und Springprüfung mit Stechen ausgeschrieben. Mit ChiquillaLoca distanzierte die Münsteranerin in der Gesamtwertung Tobias Kuhlage (RV Havixbeck-Hohenholte) und RimRod sowie Vicky Venschott(RV Greven) und Chiodetta. Im Finale der Pony-Springförderserie L-Tour an selber Stelle landete Schulze Topphoff auf Platz zwei. Im Sattel von Nalon musste sie sich im Stilspringen der Klasse L im Stechen nur Lars Berkemeier (RV Albersloh) mit Luna S beugen. Gina Marie Brenner (ZRFV Albachten) wurde mit Evolution Fünfte.