Rasante Touren durch das Roxeler Gelände

MÜNSTER Seit zwei Wochen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, rund 120 ehrenamtliche Helfer haben alles für das alljährliche Fahrturnier des RV Roxel präpariert. Es kann also losgehen an der Bösenseller Straße, wo Samstag schon um 7 Uhr in der Frühe die erste von insgesamt 33 Prüfungen stattfindet.

Lars Heidotting vom RFV Emsdetten siegte im Vorjahr in der kombinierten S-Prüfung für Pony-Einspänner. Auch diesmal ist er in Roxel wieder dabei.

Lars Heidotting vom RFV Emsdetten siegte im Vorjahr in der kombinierten S-Prüfung für Pony-Einspänner. Auch diesmal ist er in Roxel wieder dabei. Foto: Jackson

Die Attraktivität der Veranstaltung für die Sportler ist hoch, rund 140 Gespanne mit entweder ein, zwei oder vier Pferden oder Ponys haben für die Aufgaben von der Klasse A bis S ihr Kommen angesagt – und damit gut 20 mehr als im Vorjahr. Ein Grund dafür ist sicher das Programm, das erneut ein Championat vorsieht.

Hochklassig besetzt

So geht es diesmal in Roxel um die Westfälischen Meisterschaften, dazu ist das Turnier eine Sichtung für die nationalen U 25-Titelkämpfe sowie für die Weltmeisterschaft der Fahrer mit Behinderungen. Daher verwundert es nicht, dass mit Martin Thiemann (RV St. Georg Saerbeck), Tobias Bücker, Michael Bügener (beide RFV Emsdetten) oder Karl-Heinz Wanstrath (RFV Fürstenau) einige erfolgreiche Starter gemeldet haben. „Die Konkurrenzen sind gut besetzt“, sagt Vereinssprecher Rainer Kohaus, der auch die Auftritte des Lokalmatadoren Paul Brintrup verfolgen wird.

Gute Bodenbedingungen

Höhepunkte des zweitägigen Turniers sind am Sonntag die spektakulären und rasanten Touren durch das Gelände, das sechs Hindernisse einschließlich einer Wasserdurchfahrt vorsieht. Dabei macht der Regen der vergangenen Tage dem Veranstalter noch keine Sorgen. „Die Bedingungen sind gut, es gibt bislang keine Probleme“, erklärt Kohaus.

Nils Ohmen gewinnt im Vierkampf die Einzelwertung

Nils Ohmen war beim Westfälischen Vierkampfchampionat erneut der überragende Starter in der Equipe des Reiterverbands Münster. Der 15-Jährige vom RV Albachten gewann in Hüllhorst die Einzelwertung, führte seine Mannschaft damit auf den zweiten Rang und sicherte sich wie im Vorjahr einen Platz im Team Westfalen, das Ende März in Zweibrücken beim Bundes-championat antritt. Die Zweitvertretung Münsters landete beim Sieg des KRV Coesfeld auf Rang sieben.

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Freuten sich über Platz zwei (v.l.): Einzelsieger Nils Ohmen, Mannschftsführerin Katrin Richter, Greta Busacker, Leonie Peuker und Katharina Hölscher. Foto: Reiterverband

Seine Ambitionen unterstrich Ohmen bereits beim 3000-Meter-Geländelauf im Gehlenbecker Torfmoor. In 12:05 Minuten wurde er Zweiter, nur Mattes Homann-Niehoff (RV St. Hubertus Wolbeck) aus dem zweiten Team war eine Sekunde schneller. Insgesamt lag Münster nach der ersten Disziplin auf Rang zwei, neben Ohmen sammelten Leonie Peuker (RV Hiltrup), Katharina Hölscher (Wolbeck) und Greta Busacker (RV Roxel) – die Elfjährige war das Nesthäkchen und glänzte als Sechste der Einzelwertung – wichtige Punkte.

Platz fünf im Schwimmen

Einen Sieg verspielte die von Katrin Richter vorgestellte Equipe im Wasser. Das Quartett holte in den 50-Meter-Freistil-Rennen nur die fünftmeisten Zähler und verlor den Anschluss an Coesfeld.

Besser lief es dann am Sonntag in Parcours und Viereck, wo besonders Ohmen auftrumpfte. Zunächst gewann er im Sattel von Ramina O mit der Wertnote von 8,8 die A-Dressur, dann machte er seinen Triumph mit Cortessa O im A-Springen als Zweiter perfekt. Peuker schaffte mit Fernet als Sechste (Dressur) und Siebte zwei Top-Platzierungen.

100 Punkte Rückstand

Auch Hölscher mit Finley und Busacker mit Nemo reihten sich unter den besten 20 ein. Unter dem Strich sammelte Münster nach Platz zwei in der Dressur und dem Sieg im Springen 16 418 Punkte – 100 weniger als Coesfeld. Die zweite Abordnung des heimischen Reiterverbands mit Homann-Niehoff, Katja Schettler (RV Münster-Sprakel) und Max Orlowski (Roxel) holte 14 418 Zähler. Im Einzel lag Ohmen ganz souverän vorne, mit 5945 Punkten distanzierte der Albachtener Franziska Hölper (Coesfeld), die mit 5426 Zählern vor Nina Sparwel (KRV Borken) landete.
Riesig war die Freude auch bei Nele Ohmen. Die junge Albachtener Amazone qualifizierte sich in Minden-Lübecke in einer Sichtung ebenfalls für Zweibrücken im Westfalen-Team der U 14-Ponyreiter.

Westf. Mannschaftschampionat Vierkampf

MÜNSTER. Acht Starter in zwei Teams entsendet der Reiterverband Münster nach Minden zum Westfälischen Mannschaftschampionat der Vierkämpfer. Nils Ohmen (RV Albachten), Katja Schettler (RV Münster-Sprakel), Max Orlowski (RV Roxel), Mattes Homann-Niehoff, Katharina Hölscher (beide RV St. Hubertus Wolbeck), Sarah-Marie Pelikan (RV Handorf-Sudmühle) und Leonie Peuker (RV Hiltrup) messen sich am Wochenende im 50-Meter-Schwimmen, beim 3000-Meter-Geländelauf, bei einer Dressur und einem Springen mit den Equipen Westfalens. Dazu geht es um ein Ticket für das Bundeschampionat, das die besten fünf lösen. 2013 gelang dies Ohmen.

„ein Sahneteilchen“ (Hess)

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Kurz durchgeatmet, und weiter ging es im Takt. Der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Verantwortlich dafür war der RV Roxel, der „ein Sahneteilchen“ (Hess) in das Viereck zauberte. Eine Kür auf hohem Niveau zeigten Jutta Brintrup, Sabrina Bein, Sina Wiedau und Luca Ackermann, die Roxeler Viererbande präsentierte sich in Top-Form.

Die Trab- und Galoppverstärkung passten, die Pferde waren losgelassen und sicher in den Lektionen. Der Lohn war die Note 26,80, die Roxel in Westbeverns Sichtweite brachte. Sehr zur Freude von Ausbilderin Daniela Waldmann, die strahlend die Glückwünsche auf dem Abreiteplatz entgegennahm. „Es geht zwar immer besser. Aber das war ein ganz toller Auftritt von der Mannschaft“, so Waldmann, die mit Roxel Teil eins des Kürabends beendete.


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Einverstanden mit ihrem Abschneiden waren auch die Nachbarn RV Albachten und RV Roxel, die als Vierter und Fünfter ihre Positionen aus dem Vorjahr tauschten und ihre Platzierungen mit dem Maximalergebnis im Springen verteidigten.

Lob fürs Nesthäkchen

Sein Roxeler Kollege Peter Duitz fand ebenfalls nur lobende Worte für seine Equipe. „Die Reiter haben es alle super gemacht.“ Mit seinem Kompliment schloss er natürlich Nesthäkchen Lisa Schulze Topphoff ein, die mit ihren zwölf Jahren eine ganz coole Leistung bot. „Ich war nicht nervös. Die vielen Zuschauer habe ich nicht gesehen, sondern nur gehört“, meinte der Youngster.