Busacker in der Verbandsequipe

Greta Busacker (RV Roxel) gehört zur westfälischen Pony-Verbandsmannschaft, die Mitte September in Löningen-Ehren um die Goldene Schärpe reitet. Die Tochter von Ingrid Klimke erhielt am Montag nach der letzten Sichtung die Nominierung für den bundesweiten Wettkampf der Landesverbände. Dort tritt die Münsteranerin mit Nemo an und muss sich in den Teilprüfungen Dressur, Stil-Springen, Stil-Geländeritt, Vormustern und Theorie beweisen.

Zölzer Sechste mit Westfalen II


MÜNSTER. Beim Bundeswettkampf um die Goldene Schärpe

hat Theresa Zölzer mit der Equipe Westfalen II Platz sechs belegt.

Die Amazone des RV Roxel bewältigte dabei im hessischen Lauterbach

im Sattel von Callista die fünf Disziplinen Theorie, Vormustern,

Dressur, Stil-Geländeritt und Springen. Dazu durfte Zölzer mit ihren

Teamkollegen den Sieg der Erstvertretung Westfalens feiern, die

vor Baden-Württemberg und Hannover gewann.

Ein Leben im Sattel

Das Springreiter-Gen der Schulze Topphoffs

MÜNSTER Eigentlich sind die Schulze Topphoffs eine normale Familie. Mutter Katja und Vater Bernd sind fürsorgliche Eltern, die Kinder Marie (16), Philipp (14) und Lisa (12) besuchen das Schillergymnasium. Doch eines sticht hervor: ihre uneingeschränkte Leidenschaft für den Reitsport.Von Anna Ott

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Eine Reitsport-verrückte Familie: Lisa (l.), Marie und Philipp mit ihren Eltern Katja und Bernd. (Foto: Anna Ott)
Artikel aus diesem Ressort

Bernd Schulze Topphoff, als Jüngster unter zwölf Geschwistern aufgewachsen auf dem elterlichen Hof in Westbevern, wusste schon früh, dass er die Arbeit mit den Pferden zu seinem Beruf machen will. So ging er seinen Weg, machte zuerst eine Bereiterlehre und betreibt heute als Pferdewirtschaftsmeister seinen eigenen kleinen Hof in Havixbeck. Das Springreiter-Gen hat der 44-Jährige ohne Frage an seine Kinder weitergegeben. „Die konnten alle drei eher reiten als laufen“, sagt der Familienvater.

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Rüping siegt beim Turnier in Roxel

MÜNSTER Nachdem in den vergangenen Jahren das Wetter der wohl größte Feind des Reitturniers beim Reit- und Fahrverein Roxel war, hatten die Veranstalter dieses Mal endlich das Glück auf ihrer Seite. Vier Tage gab es bei guten Bedingungen Spitzensport bis zur schweren Klasse, garniert mit guten Platzierungen der heimischen Starter. Von Anna Ott

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Max Nieberg vom RV St. Hubertus Wolbeck gewann am Samstag mit Calicio die erste schwere Prüfung des Roxeler Reit- und Springturniers vor seinem Vereinskollegen Carsten Averkamp. (Foto Ott)

Das macht schon viel mehr Spaß bei Sonnenschein, schließlich arbeiten hier alle Helfer ehrenamtlich. Da müssen sie nicht auch noch klitschnass werden“, sagte Roxels Vorsitzender Christian Gäher. Dass sich auch die Reiter 2013 wieder wohl an der Bösenseller Straße fühlten, bewiesen die Starterzahlen.

98 Namen tummelten sich auf der Liste, als am Samstag der erste Höhepunkt, eine Springprüfung der Klasse S, auf dem Programm stand. In dem von Parcourschef Volker Wulff anspruchsvoll gebauten Kurs trennte sich schnell die Spreu vom Weizen, einige Paare hatten Mühe, das Ziel zu erreichen.

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Starterfeld beim Fahrturnier internation

Starterfeld beim Fahrturnier ist international

ROXEL Von der A-Klasse bis zur schweren S-Klasse sind insgesamt 120 Gespanne gemeldet, 480 Startplätze gibt es. Das sind die beeindruckenden Zahlen beim Fahr-Turnier des Reit- und Fahrturniers Roxel. Und das Event ist beliebt bei den Teilnehmern. Die reisen sogar aus dem benachbarten Ausland an.Von Siegmund Natschke

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Für die Dressurreiterin Madeleine Hartmann und »Cosma Shiva« war es eine Premiere: Zum ersten Mal absolvierten sie die schwere »S-Klasse«. (Foto: Siegmund natschke)

Um Punkt sieben ist Manfred Schlattmann, der zweite Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Roxel, schon auf der Reitanlage an der Bösenseller Straße. Die Anspannung ist bei ihm wie bei jedem anderen zu spüren, der im Verein für die Organisation des diesjährigen Fahrturniers zuständig ist. Auch für die Pferde geht es bald los: Noch trainieren sie auf den Nebenplätzen, doch die ersten Ausscheidungen stehen an.

Eine davon bestreitet die Dressur-Reiterin Madeleine Hartmann. Sie kommt extra aus Ostenfelde-Enningerloh hierher, denn es steht eine Premiere an: „Zum ersten Mal reite ich bei einem Turnier die S-Klasse.“

Trainiert hat sie intensiv, alle zwei Tage. Hier könne nur mitfahren, wer die Leistungsgrenze auch erreiche. Was bei ihrer neunjährigen Stute „Cosma Shiva“ der Fall ist. Auch sie läuft nochmal Probe, alles klappt wie am Schnürchen. Für Hartmann ist die Teilnahme mit dem olympischen Gedanken verbunden: Das Mitmachen ist entscheidend, dabei sein ist alles. Und Roxel ist dafür ein guter Ort: „Es ist eine sehr schöne Anlage“, meint sie.

Was Schlattmann nur bestätigen kann: „Die Plätze sind in einem Top-Zustand. Deswegen kommen die Reiter von weit her.“ Es gäbe viele Meldungen aus dem Rheinland, aber auch aus europäischen Nachbarländern sind einige Reiter angereist, die nun ihre Zelte und Wagen auf einem Nebenplatz aufgeschlagen haben. Read More

Punkte sammeln

Für sie ist es wichtig, bei diesem Turnier Punkte zu holen, mit denen sie sich für große Turniere qualifizieren können. Manche lassen ihre Pferde nochmal in der sogenannten Führanlage laufen. „Damit trainiert man die Ausdauer. Damit sie abends locker sind“, weiß Schlattmann.

Laufen die Fahrgespanne erst einmal über den Parcours, dann haben die Richter wie Karl-Heinz Wiemer oder Birgit Damm-Haschmann ein wachsames Auge auf den Lauf. Die Kriterien, die sie anlegen müssen, reichen von der „Durchgängigkeit des Pferdes“, also ihr „schwungvolles Gehen“, bis hin zur Frage, ob Reiter und Pferd auch wirklich zusammenpassen. Auch auf die Sicherheit wird geachtet. Sowohl ein Tierarzt als auch ein Humanmediziner können sofort zur Stelle sein, wenn etwas passieren sollte. Doch es bleibt alles bestens. „Umso besser!“, sagt Schlattmann.
Ein ganzes Jahr bereitet sich der Reitverein auf das alljährlich stattfindende Fahrturnier vor. In den vergangenen vier Wochen wurden die Plätze hergerichtet. Insgesamt 45 ehrenamtliche Helfer gab es. Die legen auch am Wochenende der Entscheidung immer wieder Hand an. Etwa, wenn es darum geht, zwischen den Prüfungen den Sand auf dem Parcours zu begradigen.

Für die Zuschauer gibt es derweil Verpflegung jeder Art. Bis die nächste Entscheidung ansteht. Dann laufen alle schnell zum Gatter, um die Gespanne zu verfolgen. Auch Manfred Schlattmann: „Wir sind wunderbar zufrieden“, sagt er. Und schaut den Pferden zu.