Bundesvierkampf Greta Busacker auf Mamas Spuren

Reiten: Bundesvierkampf Greta Busacker auf Mamas Spuren

MÜNSTER Während Olympiasiegerin Ingrid Klimke mit der Siegerschleife vom Reitturnier aus Hagen zurückkam, war ihre Tochter in Wolfsburg erfolgreich. Gleich zweimal Gold brachte die erst elfjährige Greta Busacker am Sonntagabend vom Bundesnachwuchsvierkampf mit nach Hause.Von Anna Ott



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Ingrid Klimke beim Training in Werne mit ihrer Tochter Greta (l.) und ihrem Patenkind Johanna Schulze Thier. Beide Nachwuchsreiterinnen gewannen mit der Westfalen-Equipe Gold in Wolfsburg.

Beim Vergleichswettbewerb der Landesverbände mussten die jungen Talente bis 14 Jahre neben einer E-Dressur und einem E-Springen mit ihren Ponys noch zwei Kilometer laufen und 50 Meter schwimmen. All dies gelang der Schülerin aus Münster gut, besonders im Springen punktete sie mit ihrem Pony Nemo vom Purnitzgrund.

„Ich habe meine Mutter nur nach dem Springen angerufen und von meiner Wertnote von 8,0 erzählt“, berichtete Greta. „Das fand sie gut.“ Insgesamt 5332 Punkte bedeuteten am Ende den Einzeltitel für Busacker und einen großen Anteil am Endergebnis der Equipe von 15 886 Punkten. Dem Team um Mannschaftsführerin Christa Middendorf gelang damit die Titelverteidigung und bereits der vierte Sieg insgesamt.

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Bayern liegen vorn

Nur 140 Punkte trennten die ältere Mannschaft aus Westfalen vom obersten Podestplatz und der angestrebten Wiederholung des Vorjahreserfolgs. Beim Bundesvierkampf in der Altersklasse bis 18 Jahre siegte Bayern. Neben einem Lauf über drei Kilometer und den 50 Meter Schwimmen standen hier eine A-Dressur und ein A-Springen auf dem Programm.

Besondere Schwierigkeit: Sowohl im Springen als auch in der Dressur wurden zwei Teamreitern „fremde“ Pferde der anderen Teilnehmer zugelost. Damit musste auch Nils Ohmen (RV Albachten) zurecht kommen. Der 15-Jährige hatte mit seinem rheinischen Sportpartner unter dem Sattel eine wahre Herausforderung zu meistern. Im Springparcours musste der Schüler sein ganzes Können und Gefühl unter Beweis stellen, was am Ende noch mit einer Wertnote von 7,3 belohnt wurde.

Umso bemerkenswerter, da das Pferd mit der eigenen Reiterin nicht über eine Note von 1,0 hinauskam. Ein ähnliches Schicksal traf Ohmens Teamkollegin Kathrin Wacker (Werne), deren zugelostes Pferd keinerlei Talent für das Überqueren von Hindernissen mitbrachte und die westfälische Doppelmeisterin im Vierkampf am Ende mit einer Wertnote von 5,3 den Parcours verlassen ließ.

Nur Vize-Meister

So musste sich die Mannschaft, die vor dem abschließenden Springen noch voll auf Kurs Titelverteidigung lag am Ende mit der Vize-Meisterschaft begnügen. Im Einzel landete Ohmen nach einer der besten Laufleistungen auf dem siebten Rang.

Seine Mannschaftskollegin Antonia Wendel (Lüdinghausen) nahm neben dem zweiten Platz mit dem Team auch die Goldmedaille im Einzel mit nach Hause.

Marie Schulze Topphoff überrascht all

Die schweren Prüfungen in Roxel sichern sich die jungen Damen des Vereins


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Roxels Vorsitzender Christian Gäher gratuliert Marie Schulze Topphoff und Lara Heggelmann. Foto: Marion Fenner

Tränen der Freude flossen gestern beim Reitturner des RV Roxel reichlich. Die 15-jährige Lokalmatadorin Marie Schulze Topphoff feierte den ersten Sieg in einer schweren Springprüfung. Vater Bernd, Mutter Katja, Bruder Philipp sowie viele Freunde und Vereinskollegen, die der jungen Amazone die Daumen gedrückt hatten, waren sichtlich gerührt. Und natürlich auch Marie selbst – so viele hatten ihr die Daumen gedrückt.

Von Marion Fenner

Als Erste war sie im Normalparcours mit Corpicco, übrigens ein Sohn von Cornet Obolenski aus der Zucht ihres Vaters, fehlerfrei geblieben. Sieben weiteren Reitern gelang das ebenfalls. Folglich musste die junge Roxelerin auch als Erste ins Stechen. Es hatte während der Prüfung wie aus Eimern geschüttet, und der Schimmel weigerte sich, vor dem Start im Stechen durch eine Pfütze zu gehen. „Das war super so“, erklärte die Reiterin später. „Ich habe gedacht, wenn er dort nicht hinwill, kann ich davor perfekt abwenden und einen kurzen schnellen Weg nehmen.“ Genau so hat es dann auch funktioniert. Zudem blieben trotz des hohen Risikos alle Stangen liegen. Bernd Schulze Topphoff hatte zwei Pferde an den Start gebracht, aber mit keinem das Stechen erreicht. Auf die Frage, was seine Tochter in diesem Fall besser gemacht habe, antwortete er nur: „Sie reitet einfach besser als ich.“ Nächstes Ziel der jungen Amazone ist die Pony-Euromeisterschaft in Fontainebleau am übernächsten Wochenende. In ihrer letzten Ponysaison will sie dort noch einmal überzeugen. Zweitplatzierter in dem Zwei-Sterne-S-Springen wurde Mario Maintz (Bösensell) vor Marten Frehe-Siermann (Mettingen). In der ersten Abteilung der schweren Dressurprüfung siegte mit Lara Heggelmann auf Dante ebenfalls ein Mitglied des gastgebenden Vereins. Und auch für sie war es der erste Sieg in dieser Klasse. Lara Heggelmann hat bei Ingrid Klimke eine Ausbildung zum Pferdewirt absolviert und den Hengst von ihrer Lehrmeisterin übernommen. Zehn Mal war sie mit dem Pferd bereits in schweren Dressurprüfungen am Start. „Wir waren oft platziert und dabei vier Mal Zweiter“, erzählte sie. Der Sieg vor heimischem Publikum sei die Krönung. Lara Heggelmann vergaß nicht, ihrer Ausbilderin zu danken. „Ich habe intensiv mit Ingrid trainiert und von dem Pferd viel gelernt.“ Zweite in dieser Dressurprüfung wurde Carmen Koop (RV Biggetal), Dritte Patricia Koschel (RSC Osnabrücker Land) auf Leuchtfeuer.

Marie Zwei-Sterne-S-Springen

Youngster Schulze Topphoff düpiert beim Heimspiel die Konkurrenz

MÜNSTER Den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere feierte die erst 15 Jahre alte Roxeler Reiterin Marie Schulze Topphoff beim Turnier ihres Heimatvereins. Beim großen S-Springen mit zwei Sternen zum Abschluss des Roxeler Turniers trotzten sie und ihr Schimmel-Wallach Corpicco dem Regen und der erfahrenen Konkurrenz. Sie absolvierten als einziges Paar zwei fehlerfreie Durchgänge. Von Hardy Jackson

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Marie Schulze Topphoff feierte mit Corpicco ihren ersten Sieg in einem Zwei-Sterne-S-Springen. (Foto: Hardy Jackson)

Die Prüfung am Sonntag stellte den krönenden Abschluss des viertägigen Turniers mit rund 700 Reitern und über 1600 Pferden dar. "So viel Andrang hatten wir noch nie", erklärte der Vorsitzende des RFV Roxel, Christian Gäher. Die Freude der Veranstalter über das Interesse und den Sieg der Lokalmatadorin wurde lediglich durch den sonntäglichen Wettereinbruch getrübt, der viele Starter zum Rückzug bewog. "Wir mussten aber keine Prüfung absagen, die Anlage ist wetterfest", betonte Gäher.

Nur 24 Paare am Start

So gingen bei strömendem Regen im Springen nur 24 von ursprünglich über 70 gemeldeten Paaren in den Parcours. Sieben davon qualifizierten sich für das Stechen, bei dem Schulze Topphoff den Anfang machte. Die junge Reiterin ging volles Risiko, nahm eine enge Wendung zwischen zwei Hindernissen, die alle anderen Reiter vermieden. "Ich habe gemerkt, das Corpicco gut drauf ist, also habe ich es versucht", berichtete der Youngster.

So legte das Paar mit 37,20 Sekunden eine sehr schnelle Zeit vor, die nur vom späteren Zweiten Mario Maintz (RV Bösensell) mit Quidam's Alegria unterboten wurde. Zudem blieben sie als einzige fehlerfrei. Auf dem dritten Rang landete Marten Frehe-Siermann (ZFRV Mettingen) mit Anthony. "Das ist mein erster Sieg in einem S-Springen und mein größter Erfolg bisher", sagte sie mit einem Strahlen. Der achtjährige Corpicco wurde von Maries Vater Bernd gezogen, ist quasi gemeinsam mit der Nachwuchsreiterin groß geworden.

Zwei Sekunden schneller

Das erste S-Springen am Samstag, das mit einem Stern ausgezeichnet war, entschied der Brite Guy Goosen mit Ultima für sich. In 50,32 Sekunden war er fast zwei Sekunden schneller als Philipp Winkelhaus (ZRFV Albachten), der mit Quinny Zweiter vor Toni Haßmann (Lienen) und Gustavsson wurde.

Premieren-Einsatz Turnier 2012

Premieren-Einsatz auf dem Roxeler Turnierplatz

ROXEL. Volker Wulf ist seit diesem Jahr der neue Parcourschef beim großen Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Roxel. Wulf löst den langjährigen Parcourschef Ralf Kosanitzki ab. Und es gab eine zweite Premiere: Erstmals war an diesem Wochenende auch Sebastian Gäher als „Turnier-Tierarzt“ im Einsatz. Von Christiane Schräder

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Der neue Roxeler Parcourschef Volker Wulf (l.) arbeitet in einem Team zusammen mit seinen Assistenten Jan Bues.  (Foto: Christiane Schräder)

Von Donnerstag bis Sonntag baute der 43-jährige Wulf gekonnt dutzende Hindernis- und Sprung-Kombinationen für die vielfältigen Springprüfungen auf. Gänzlich unbekannt ist dem Gütersloher das Roxeler Gefilde übrigens nicht: „2005 bin ich eingesprungen, um hier als Assistent des damaligen Parcourschefs zu arbeiten“, erklärte er.

In einer mitten auf dem Springplatz aufgestellten Holzhütte verfolgten der Parcourschef, seine Assistenten Jan Bues und Barbara Dieckmann und die Parcoursdiensthelfer um Oliver Groneick die Sprünge der Reiter. Zwischen den Prüfungen gab es dort nämlich auch immer wieder Gelegenheit zum freundschaftlich neckischen Austausch: „Zwei Mal Doppelwasser. Hast wohl zu viel Aachen geguckt“, hätte ihn eine Roxelanerin gefragt, berichtete Wulf.

Bislang waren der Reiterin Spezialsprünge wie der schwierige „Liverpool“ (eine Kombination aus einem kleinen Wassergraben und einem Steilsprung oder Oxer) nämlich scheinbar eher vom großen CHIO-Reitturnier in Aachen bekannt gewesen. Der neue Parcourschef nahm das aber nicht krumm: „Jeder hat so seine eigene Handschrift …“ Seine individuelle Note beschreibt er am liebsten so: „Sportlich fair, aber nichts verschenkt.“

Harte Arbeit

Für die Parcoursbauer und ihre ehrenamtlichen Helfer hieß es aber an allen Turnier-Tagen nicht etwa nur schwatzen und frotzeln, sondern in erster Linie hart arbeiten. Immer wieder müssen die Helfer zwischen den Prüfungen aufspringen, um heruntergefallene Stangen in Windeseile wieder aufzubauen. Oder die Hindernisse und Sprünge für die im Verlauf der Tage immer schwerer werdenden Sprünge millimetergenau nach Anweisung des Parcourschefs zu errichten.

„Das Besondere an diesem Platz ist sein qualitativ hohes Starterfeld und seine Truppe“, lobte der Parcourschef die Teilnehmer sowie die zehn Ehrenamtlichen, die ihn bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützten. Wie in jedem Jahr gehörten Männer vom Parcoursdienst außerdem zu den ersten, die morgens auf dem Platz anzutreffen waren und zu den letzten, die abends nach Hause gehen durften.

Erstmals war an diesem Wochenende auch der amtierende Fuchsmajor des Roxeler Reit- und Fahrvereins, Sebastian Gäher, als Turnier-Tierarzt im Einsatz. Bislang hatte der 32-Jährige die Turniere nur privat begleitet. Bereit, im Notfall seinem Dienst habendem Kollegen zu unterstützen.

Teilnehmerzahlen steigen

Am Wochenende ritt er aber nicht, sondern kontrollierte unter anderem den Impfstatus der Pferde in deren Pässen oder nahm die optische Sichtung nach den Springprüfungen vor.
Doping-Kontrollen musste er nicht vornehmen, verriet der Pferde-Experte. Dafür habe er keine Order vom Verband erhalten. Vorsitzender Christian Gäher berichtete, dass in diesem Jahr mehr Pferde und Reiter als im Vorjahr genannt hatten.

Josef Sauerwald Deutscher Meister

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03.07.2011

DM Ein- und Zweispänner: Christoph Dieker und Carola Diener holen Titel

Josef Sauerwald wird Deutscher Meister der Fahrer mit Behinderung

Eva Willermann

Greven (fn-press). Die 23-jährige Carola Diener aus Lähden ist bei den Deutschen Meisterschaften der Ein- und Zweispänner und der Fahrer mit Behinderung im westfälischen Greven Deutsche Meisterin der Zweispänner geworden. Bei den Einspännern ging der Titel des Deutschen Meisters an Christoph Dieker aus Gescher. Josef Sauerwald aus Havixbeck gewann bei den Fahrern mit Behinderung die Goldmedaille.





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Im Hindernisfahren wurde es bei den Zweispännern richtig spannend. Die Zeit war so knapp bemessen, dass keiner der Fahrer den Kegelparcours fehlerfrei verließ. Nach Platz zwei in der Dressur und Platz zehn im Gelände führte Nachwuchsfahrerin Carola Diener die Kombinierte Wertung an und musste daher als letzte Starterin in den Kegelparcours. Zuvor war Reinhard Burggraf (Geretsried) gestartet. Die beiden trennte vor dem Kegelfahren nicht einmal ein Ball. Bei Burggraf fielen drei Bälle und fünf Strafpunkte kamen wegen Überschreitens der erlaubten Zeit hinzu, so dass er auf 14 Strafpunkte kam. Carola Diener startete zügig und blieb lange ohne Fehler. „Sie bringt das heim“, prophezeit Burggraf, der ihre Fahrt verfolgte. Und er sollte recht behalten. Zwar fielen am Ende noch zwei Bälle und sie blieb nicht ganz in der vorgegebenen Zeit, kam aber insgesamt nur auf elf Strafpunkte. Sie siegte als erste Frau überhaupt bei der DM der Zweispänner mit 146,36 Punkten vor Burggraf mit 149,79 Punkten. „Irgendwie war ich überhaupt nicht nervös“, sagte Diener, die in diesem Jahr schon die WM-Sichtungen in Blievenstorf und Lähden gewonnen hat. Sie ist im Stall des erfolgreichen Vierspännerfahrers Christoph Sandmann in Lähden angestellt und startet auch mit Pferden aus seinem Vierspänner.

Die Bronzemedaille ging – wie bereits im Vorjahr – an Arndt Lörcher (Wolfenbüttel/161,94). Mit lediglich elf Strafpunkten und dem zweiten Platz im Kegelfahren schob er sich von Platz zehn auf Rang drei vor. Platz vier der Meisterschaftswertung ging an Lothar Bachmeier (Meißenheim/168,13), Platz fünf an Marion Pleie (Riesenbeck/168,53).

Pech hatte der sechsmalige Deutsche Meister Sebastian Warneck (Potsdam). Mit seinem Sieg in der Dressur hatte er bereits den Grundstein für Titel Nummer sieben gelegt. Aber im Gelände kippte er im vierten Hindernis mit seinem Marathonwagen um. Er konnte zwar das Gelände zu Ende fahren, aber durch die hohe Strafpunktzahl rutschte er auf den letzten Platz der Kombinierten Wertung ab. „Das Rad hat mein Bein nur leicht gestreift, das ist wahrscheinlich nur eine Prellung am Bein, da hab ich noch Glück gehabt“, sagte er am nächsten Tag. Beim Hindernisfahren bewies er noch einmal sein Können und gewann mit fünf Strafpunkten diese Teilprüfung.

Auch bei den Einspännern holte sich Christoph Dieker seinen ersten nationalen Titel.
“Ich war schon öfter dicht dran, aber habe dann immer den Titel im Hindernisfahren buchstäblich `weggekegelt’”, erinnerte sich Dieker. Nach dem Sieg in der Dressur und Platz fünf im Gelände lag er vor dem Kegelfahren auf Platz zwei der Kombinierten Wertung. Als der Führende, Einzel- und Mannschaftsweltmeister Thorsten Zarembowicz (Viernheim), dann mit Pablo die Ziellinie durchfuhr und 22,5 Punkte auf der Anzeigetafel standen, war vom Abfahrplatz Diekers Jubelschrei zu hören, denn damit war er Deutscher Meister. Zarembowicz war dennoch zufrieden, denn für den noch unerfahrenen Pablo war es erst das dritte Turnier.

Durch sein starkes Kegelfahren sicherte sich Dieter Lauterbach (Dillenburg)  – nach Dressur und Gelände noch auf Platz sechs – die Bronzemedaille. Mit Rheinprincess blieb er als einziger Fahrer in der erlaubten Zeit und kassierte lediglich sechs Strafpunkte für zwei gefallene Bälle. Damit gelang ihm der Sieg in dieser Teilprüfung. Platz vier ging an Klaus Tebbe (Neuenkirchen) mit dem erst siebenjährigen Falko. „Das war schon sehr unverhofft, dass das Pferd bei seinem ersten S-Turnier das so macht“, freute sich Tebbe, der Platz fünf in der Dressur belegt hatte und das Gelände am Samstag gewinnen konnte. „Das war sagenhaft, wie sicher und sauber er durch das anspruchsvolle Gelände gefahren ist“, lobte Bundestrainer Eckardt Meyer (Hermannsburg). Platz fünf der Kombinierten Wertung ging ebenfalls an Christoph Dieker mit seinem Nachwuchspferd Connect. Platz sechs belegte Mannschafts-Weltmeister Detlef Böhlmann (Otter) mit Diaz, Platz sieben Katja Helpertz (Monheim) mit Chester. Pech hatte Armin Müller-Rasmussen (Bad Endbach). Er lag nach Dressur und Gelände auf Platz sieben, nahm aber im Hindernisparcours die letzte Kurve vor dem Ziel so schnell, dass er mit seinem Gespann umkippte und sich so verletzte, dass er ins Krankenhaus musste.

In Greven kämpften nicht nur die Ein- und Zweispännerfahrer um die nationalen Titel, sondern auch die Fahrer mit Behinderung. Sie starteten in einer Kombinierten Prüfung der Klasse M mit Ponys oder Pferden. Seinen ersten Deutschen Meistertitel gewann Josef Sauerwald aus Havixbeck, der im vergangenen Jahr bereits mit dem deutschen Team Mannschaftsweltmeister im niederländischen Breda geworden war. Mit seinem Pony Don’t Confess gewann er die Dressur, wurde Zweiter im Gelände und belegte Platz drei im Kegelfahren. „Die Dressur war schon immer meine Spezialdisziplin, aber das Gelände sonst gar nicht so, aber das hatte ich mit Martin Thiemann vermehrt trainiert“, erklärte Sauerwald, der wegen einer Spinalen Muskelatrophie mit extra Schlaufen an den Leinen startet. Vor dem Kegelfahren sei er schon nervös gewesen, gab er zu. „Aber die ‚Trude’ ist einfach eine coole Socke“, lobte er seine elfjährige Ponystute, die er seit fünf Jahren besitzt und selbst ausgebildet hat. Die Silbermedaille ging an Markus Beerhues (Langenberg) mit Dolero und Bronze gewann Hubert Markett (Haldern) mit Jesko. Außerdem platzierte sich noch Josef-Johannes Bödefeld (Sundern) mit Chagall auf Platz vier der Meisterschaftswertung. Die Kombinierte Wertung gewann allerdings nicht Josef Sauerwald, sondern der Niederländer Jacques Poppen mit Nienke, der mit einer Gastlizenz starten durfte.

Auch die Pony-Vierspänner starteten in Greven in einer Kombinierten Prüfung der Klasse S, die gleichzeitig die NRW-Meisterschaft war.  Hier siegte Tobias Bücker (Emsdetten) mit 160 Punkten vor Thomas Köppen (Dreieich) mit 163,04 Punkten.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter www.stmartin.de


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