hitzige Diskussion auf der Jahreshauptversammlung


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Der neue Vorstand der Roxeler Reiter (v.l) wird sich in den kommenden Monaten mit der Planung einer neuen Reithalle beschäftigen: Christian Lienesch, Kathrin Hufelschulte Karl-Heinz Voss, Reinhard Bücker, Oliver Groneick, Christian Gäher, Sophie Pier Eiling, Michael Hufelschulte und Claudia Zölzer.

Münster-Roxel - Die Roxeler Pferdefreunde liebäugeln mit einem Großprojekt: Sie planen den Bau einer zweiten Halle sowie neuer Stallungen mit 20 Boxen. Von Franziska Eickholt Besonders ein Thema sorgte bei der Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrvereins (RFV) Roxel für hitzige Diskussionen: Der Bau einer zweiten Reithalle und neuer Stallungen. Rund 20 Boxen und eine 20 mal 60 Meter große Reitbahn könnten ab 2018 auf dem Vereinsgelände an der Bösenseller Straße entstehen. Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, erachtet der Vorstand unter dem Vorsitzenden Christian Gäher diese Modernisierung als unumgänglich. „Viele benachbarte Vereine bieten Reitern und Fahrern bereits derartige Möglichkeiten. Bei uns hingegen wird es besonders in den Wintermonaten häufig eng.“ So fehle aufgrund der regelmäßigen Belegungen durch den Vereinsunterricht vielen Privatreitern in der dunklen Jahreszeit im beruflichen Alltag die Reitmöglichkeit. Zudem seien bei vielen Reitern mittlerweile die Ansprüche in puncto Haltung gestiegen, sodass die bestehenden 24 Boxen veraltet und für viele Pferdebesitzer nicht mehr zufriedenstellend seien. Gäher ist überzeugt: „Durch die Aufwertung der bestehenden Anlage wäre es möglich, die Zukunft des Vereins zu sichern.“ Unter den Mitgliedern stieß diese Idee jedoch nicht nur auf Begeisterung. Kritik hagelte es besonders für das noch unklare Nutzungskonzept des Vereinsgeländes. Ein Vorschlag zur Finanzierung steht zwar bereits im Raum, jedoch ist noch nicht geklärt, ob und in welcher Höhe dem Verein städtische Gelder zugute kommen könnten. Fest steht dennoch, dass der Neubau nur durch die neuen Boxen, die modernsten Ansprüchen genügen sollen, finanziert werden kann. Wie genau sich das mit dem Reitschulbetrieb und den bisherigen Einstallern vereinbaren lässt, steht allerdings noch in den Sternen. Dennoch war man sich schließlich einig, dass die Baumaßnahmen unabhängig von den planerischen Details ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Vereins sind. Somit ist der Startschuss für nähere Verhandlungen und Besprechungen gefallen. Wie der Neubau aussehen soll, wo genau er stehen soll, und wie das Projekt finanziert wird, will der Vorstand in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern in den nächsten Monaten entscheiden. Doch auch für die nahe Zukunft hat sich der RFV Roxel neu aufgestellt. So wurde nach zwölf Jahren der zweite Vorsitzende Manfred Schlattmann verabschiedet. Sein Amt übernimmt ab sofort Michael Hufelschulte. Neu im Vorstand sind zudem Schriftführerin Sophie Pier Eiling und Beisitzer Christian Lienesch. Bereits am Wochenende war Jugendwartin Claudia Zölzer bei der Jugendsitzung im Amt bestätigt worden. Mit dieser Formation konzentriert sich der Verein nun auf die Reit- und Fahrturniere in diesem Jahr. Höhepunkte sind die NRW-Meisterschaften im Fahren im Juni und das große Reit- und Springturnier im Juli.

Vielseitigkeit Busacker siegt alleine und mit dem Team

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Doppelsieg mit Abraxxas: Greta Busacker. Foto: Rene Penno

Münster - 

Greta Busacker vom RV Roxel feierte ein mehr als gelungenes Wochenende beim Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeit in Warendorf. Sie gewann im Einzel und mit dem westfälischen Team.

Von Henner Henning

Allen Grund zur Freude hatte Greta Busacker beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit in Warendorf. Wie im Vorjahr gewann die junge Reiterin des RV Roxel die Einzelwertung und trug mit ihrer starken Leistung auch zum Erfolg der Auswahl Westfalens bei.

Dabei lieferte sich Busacker, die erneut das frühere Olympiapferd Abraxxas von ihrer Mutter Ingrid Klimke ritt, über den gesamten Wettbewerb ein ganz enges Rennen mit ihrem Teamkollegen Jandrik Markus Tech (RV Holzhausen-Heddinghausen), der nach der Theorie, dem Laufen und Vormustern sowie dank des besten Geländeritts und einem fehlerfreien Springen in Führung lag. Doch in der abschließenden Dressur zog die Münsteranerin noch vorbei, mit der Tagesbestnote von 9,0 hatte sie mit 139,4 Punkten hauchdünn die Nase gegenüber Tech (139,2) mit Roccella vorn.

Angeführt von den beiden besten Startern des Wochenendes glückte auch der westfälischen Mannschaft die Titelverteidigung. Neben Busacker und Tech komplettierten Jacqueline von Behren (RV Friedewalde) mit Sternenfee, Carolin Cordes (RV Telgte-Lauheide) mit Cherry On Top und Julina Liebrecht (RV St. Georg Saerbeck) mit Rocky das Team, das die Konkurrenz aus Hannover und aus dem Rheinland auf die Plätze verwies.



Erfolgreiche Nachwuchsreiter

Junge Roxeler sammeln Pokalpunkte-mfe- MÜNSER-ROXEL. Der Roxeler Reiternachwuchs ist in dieser Saison wieder besonders erfolgreich unterwegs. Beim Wettkampf um den Nachwuchspokal Springen, einer von der Sparkasse Münsterland-Ost geförderten Turnierserie der Klasse L für Reiter aus Vereinen der Stadt Münster, liegen die Reiter des RFV Roxel in der Zwischenwertung zurzeit in Führung. „Beim hauseigenen Turnier in Roxel holten Theresa Zölzer sowie Lisa und Philipp Schulze Topphoff noch einmal wertvolle Punkte“, berichtet Daniela Waldmann vom RFV Roxel. Zu den eifrigen Punktesammlern für diese Serie gehöre zudem Lucas Ackermann. In der Einzelwertung liegt Theresa Zölzer vorne. Das Finale findet Ende des Jahres beim großen Turnier in Handorf statt. Auf dem eigenen Turnier gewann Theresa Zölzer zudem den Roxeler Vereinspokal als erfolgreichste Reiterin. Bei den jüngeren Reitern holte Paulin Waldmann die Trophäe.


 Theresa und Paulin bearbeitet
Den Roxeler Vereinspokal gewann bei den älteren ReiternTheresa Zölzer (l.), bei den jüngeren siegte Paulin Waldmann

Prominenz ab Donnerstag im Sattel



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Warendorfer aus dem Stall Beerbaum: Christian Kukuk – hier auf Big Balou – wird in Roxel mehrfach an den Start gehen. Foto: René Penno

Die Vorbereitungen für das Reit- und Springturnier des RuFV Roxel sind umfangreich, doch die Organisatoren haben auch in diesem Jahr alles im Griff. Am Donnerstag geht es los, prominente Namen haben sich angekündigt.

Von Michael Schulte

Arbeitseinsatz an der Bösenseller Straße am vergangenen Samstag – das drohte zur schweißtreibenden Angelegenheit zu werden. Also verständigten sich rund 60 fleißige Mitglieder des RuFV Roxel auf eine vorgezogene Startzeit und trafen sich bereits um 5.30 Uhr. Es galt, die Reitanlage auf Hochglanz zu bringen und die Vorarbeiten zum Reit- und Springturnier aufzunehmen. Der Lohn war erstens ein großes gemeinsames Frühstück und zweitens Feierabend um 12 Uhr.

Alles erledigt

Inzwischen ist alles erledigt, so dass ab Donnerstag das große Turnier starten kann. 40 Prüfungen werden angeboten, knapp 700 Reite mit etwa 2200 Pferden haben inzwischen gemeldet.

Alles Zahlen, die mächtig beeindrucken könnten. Aber nicht die Roxeler, die damit seit Jahren routiniert umgehen. Auch wenn sie inzwischen an ihre Grenzen gestoßen sind.

Das Turnier läuft über vier Tage und hält seine beiden Höhepunkte am Sonntag bereit. Da ist einmal die S-Dressur (ab 13 Uhr) sowie das Zwei-Sterne-S-Springen, das um 14.30 Uhr beginnt. Daneben finden in Roxel auch die Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat des deutschen Springpferdes der Fünf- und Sechsjährigen statt.

Nachwuchspokal-Springen

Und auch für die jungen Reiter gibt es ein Highlight, wenn es um Sieg und Platz im Nachwuchspokal-Springen der Sparkasse geht.

Traditionell sieht man in Roxel nicht nur sehr viele, sondern auch sehr viele gute Reiter(innen) am Start. Aus dem Hause Nieberg werden Vater Lars und die Söhne Max und Gerrit erwartet. Die Groß-Familie Schulze Topphoff bietet so ziemlich alles auf, was reiten kann. Auch Toni Hassmann, Christian Kukuk, Johannes Ehning, Hans-Thorben Rüder, Frank Merschformann und André Sakakini sind dabei.

Die Brüder Oliver Schulze Brüning und Carsten Averkamp haben gemeldet, Eva Deimel, Kai Ligges und Gerd Könemann auch. Im Viereck wird Maike Mende ihr Können zeigen. Und dass Stammgast Ingrid Klimke nicht fehlen wird, ist ohnehin klar.

Zuschauer bejubeln Deimel-Sieg frenetisch

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Sieger in der Zwei-Sterne-Prüfung: Eva Deimel vom RV St. Hubertus Wolbeck und Sakrileg. Foto: Marion Fenner


Für Eva Deimel war das Turnier in Roxel fast ein Heimspiel. Mit Sakrileg gewann die Amazone das Zwei-Sterne-S-Springen und ließ sich lautstark dafür feiern. Unterdessen gab es Unmut wegen der Dressur-Jury. Die Bewertungen waren teilweise sehr unterschiedlich.

Von Marion Fenner



Einige Tränen der Rührung kullerten bei Eva Deimel nach dem Sieg im Zwei-Sterne-S-Springen. Mit ihrem Hengst Sakrileg hatte sie im Stechen die Konkurrenz hinter sich gelassen und wurde von den Zuschauern lautstark gefeiert.



Jubel und Beifall nahmen gar kein Ende, selbst La-Ola-Wellen gab es. Gerade im RV Roxel hat die Amazone viele Freunde. „Ich bin hier zwar nicht im Verein“, sagte die für den RV St. Hubertus Wolbeck startende Reiterin. „Aber hier fühle ich mich zu Hause.“ Das Turnier habe einen festen Platz im Jahreskalender, weil es einfach zu den schönsten Veranstaltungen in der Region gehöre. Das sage sie nicht, weil sie nun gewonnen habe, das sei schon seit vielen Jahren so.

Starke Wendung

Eine Wendung sei ihr etwas besser gelungen als Wilhelm Winkler mit Caluna (RV Löningen-Böen-Bunnen), der als Dritter von zwölf Startern im Stechen nach 34,30 Sekunden fehlerfrei im Ziel war. Deimel und Sakrileg benötigten 33,75 Sekunden. „Mein Hengst lässt sich im Parcours unheimlich schnell drehen, das kam uns zugute.“ Dazu habe der Achtjährige einfach eine tolle Einstellung zum Sport und arbeite immer gut mit. Und wenn sich seine Reiterin nicht dem Springen verschrieben hätte, könnte Sakrileg in Sachen Ausstrahlung und Bewegungstalent durchaus auch zum Schleifen sammeln ins Dressurviereck geschickt werden.

Hinterher ging es dann noch an die Theke. „Das muss einfach gefeiert werden“, so Deimel, im Vorjahr noch Zweite. Platz drei ging an Vereinskameradin Vanessa König, die For Me gesattelt hatte. In der S-Springprüfung am Tag zuvor hatten Toni Hassmann (RV Lienen) und Clooney die Nase vorn, Platz zwei ging an Andrea Hoppe (RV St. Georg Münster) auf La Fleur. Im Dressurviereck siegte Jutta Zimmermann (RV Rhede) mit Amaro Abano in der schweren Prüfung. Platz vier ging an Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) auf Franziskus.

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