Reiten: „Preis der Besten“ Großer Triumph für Lisa Schulze Topphoff

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Was für ein Erfolg für Lisa Schulze Topphoff. Die Ponyreiterin des RV Roxel ließ beim „Preis der Besten“ in Warendorf die gesamte Konkurrenz hinter sich und gewann bei dem bedeutenden Nachwuchsturnier die Goldene Schleife. Gut platziert war auch ihre Schwester Marie sowie Zoe Osterhoff.

Von Henner Henning

Zwei Mal drei macht eins. Diese Rechnung geht mathematisch nicht auf, für Lisa Schulze Topphoff (RV Roxel) aber bedeutete diese Formel den Sieg beim „Preis der Besten“ in Warendorf. In den beiden Wertungsprüfungen der Ponyspringreiter belegte sie im Sattel von Mentos Junior jeweils fehlerfrei den dritten Platz, bewies im Stechen gute Nerven und hatte damit in der Gesamtwertung mit 60 Zählern 3,5 Punkte Vorsprung auf Julie Thielen (RFV Losheim) mit Tonlyn Bobby‘s Girl. „Ich hatte vor dem Stechen gar nicht die Gesamtwertung im Kopf, wollte nur eine flüssige, saubere Runde reiten. Mentos ist wie immer toll gesprungen, er hat an allen Tagen super für mich gekämpft, ich bin froh, dieses tolle Pony reiten zu können“, sprach Lisa Schulze Topphoff ihrem Pony ein Lob aus. Es war die fast logische Fortsetzung der Entwicklung, die das Duo in den vergangenen Jahren durchlaufen hatte. 2015 wurden sie Fünfte beim Preis der Besten, 2016 Vierte. „Menti ist schon mit meinen Geschwistern Marie und Philipp beim Preis der Besten dabei gewesen, aber auch für ihn ist es der erste Sieg“, so Lisa Schulze Topphoff. Der Wolbecker Lars Berkemeier, der für den RV Albersloh startet, belegte bei ihrem Sieg mit Luna nach zwei 16. Plätzen Rang 15.

Stark präsentierte sich auch Marie Schulze Topphoff (Roxel) bei den Jungen Reitern. Mit Safira gewann sie das Stechen der zweiten Wertungsprüfung und rückte damit als Gesamt-Achte noch in die Top Ten vor.

Bei dem bedeutendsten nationalen Nachwuchswettbewerb nach der Jugend-DM kletterte Zoe Osterhoff (RV Albachten) mit Chacenny dank eines guten zweiten Springens bei den Junioren noch auf Rang vier. In der ersten Prüfung war sie mit einem halben Zeitfehler noch 17., dann aber drehte sie mit der zehnjährigen Stute eine blitzsaubere Runde und wurde Vierte. Es siegte Beeke Carstensen (RV Obere Arlau) mit Venetzia.

In der Dressur lief es für Maike Mende (RV St. Hubertus Wolbeck) nicht ganz nach ihrem Geschmack. Mit Rothschild wurde sie zunächst mit 69,895 Prozent Siebte, dann rutschte sie nach 68,342 Prozent und Rang 19 ab und wurde Elfte.

Nach einer mäßigen Dressur und Rang 17 zum Auftakt der Junioren-Vielseitigkeit, die in Everswinkel stattfand, arbeitete sich Greta Busacker (RV Roxel) im Ranking nach vorne. Im Gelände blieb sie mit Coco Maurice ohne Strafpunkte, deren vier kassierte sie dann im abschließenden Springen – Platz sieben gesamt.

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Der neue Vorstand der Roxeler Reiter (v.l) wird sich in den kommenden Monaten mit der Planung einer neuen Reithalle beschäftigen: Christian Lienesch, Kathrin Hufelschulte Karl-Heinz Voss, Reinhard Bücker, Oliver Groneick, Christian Gäher, Sophie Pier Eiling, Michael Hufelschulte und Claudia Zölzer.

Münster-Roxel - Die Roxeler Pferdefreunde liebäugeln mit einem Großprojekt: Sie planen den Bau einer zweiten Halle sowie neuer Stallungen mit 20 Boxen. Von Franziska Eickholt Besonders ein Thema sorgte bei der Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrvereins (RFV) Roxel für hitzige Diskussionen: Der Bau einer zweiten Reithalle und neuer Stallungen. Rund 20 Boxen und eine 20 mal 60 Meter große Reitbahn könnten ab 2018 auf dem Vereinsgelände an der Bösenseller Straße entstehen. Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, erachtet der Vorstand unter dem Vorsitzenden Christian Gäher diese Modernisierung als unumgänglich. „Viele benachbarte Vereine bieten Reitern und Fahrern bereits derartige Möglichkeiten. Bei uns hingegen wird es besonders in den Wintermonaten häufig eng.“ So fehle aufgrund der regelmäßigen Belegungen durch den Vereinsunterricht vielen Privatreitern in der dunklen Jahreszeit im beruflichen Alltag die Reitmöglichkeit. Zudem seien bei vielen Reitern mittlerweile die Ansprüche in puncto Haltung gestiegen, sodass die bestehenden 24 Boxen veraltet und für viele Pferdebesitzer nicht mehr zufriedenstellend seien. Gäher ist überzeugt: „Durch die Aufwertung der bestehenden Anlage wäre es möglich, die Zukunft des Vereins zu sichern.“ Unter den Mitgliedern stieß diese Idee jedoch nicht nur auf Begeisterung. Kritik hagelte es besonders für das noch unklare Nutzungskonzept des Vereinsgeländes. Ein Vorschlag zur Finanzierung steht zwar bereits im Raum, jedoch ist noch nicht geklärt, ob und in welcher Höhe dem Verein städtische Gelder zugute kommen könnten. Fest steht dennoch, dass der Neubau nur durch die neuen Boxen, die modernsten Ansprüchen genügen sollen, finanziert werden kann. Wie genau sich das mit dem Reitschulbetrieb und den bisherigen Einstallern vereinbaren lässt, steht allerdings noch in den Sternen. Dennoch war man sich schließlich einig, dass die Baumaßnahmen unabhängig von den planerischen Details ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Vereins sind. Somit ist der Startschuss für nähere Verhandlungen und Besprechungen gefallen. Wie der Neubau aussehen soll, wo genau er stehen soll, und wie das Projekt finanziert wird, will der Vorstand in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern in den nächsten Monaten entscheiden. Doch auch für die nahe Zukunft hat sich der RFV Roxel neu aufgestellt. So wurde nach zwölf Jahren der zweite Vorsitzende Manfred Schlattmann verabschiedet. Sein Amt übernimmt ab sofort Michael Hufelschulte. Neu im Vorstand sind zudem Schriftführerin Sophie Pier Eiling und Beisitzer Christian Lienesch. Bereits am Wochenende war Jugendwartin Claudia Zölzer bei der Jugendsitzung im Amt bestätigt worden. Mit dieser Formation konzentriert sich der Verein nun auf die Reit- und Fahrturniere in diesem Jahr. Höhepunkte sind die NRW-Meisterschaften im Fahren im Juni und das große Reit- und Springturnier im Juli.
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Doppelsieg mit Abraxxas: Greta Busacker. Foto: Rene Penno

Münster - 

Greta Busacker vom RV Roxel feierte ein mehr als gelungenes Wochenende beim Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeit in Warendorf. Sie gewann im Einzel und mit dem westfälischen Team.

Von Henner Henning

Allen Grund zur Freude hatte Greta Busacker beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit in Warendorf. Wie im Vorjahr gewann die junge Reiterin des RV Roxel die Einzelwertung und trug mit ihrer starken Leistung auch zum Erfolg der Auswahl Westfalens bei.

Dabei lieferte sich Busacker, die erneut das frühere Olympiapferd Abraxxas von ihrer Mutter Ingrid Klimke ritt, über den gesamten Wettbewerb ein ganz enges Rennen mit ihrem Teamkollegen Jandrik Markus Tech (RV Holzhausen-Heddinghausen), der nach der Theorie, dem Laufen und Vormustern sowie dank des besten Geländeritts und einem fehlerfreien Springen in Führung lag. Doch in der abschließenden Dressur zog die Münsteranerin noch vorbei, mit der Tagesbestnote von 9,0 hatte sie mit 139,4 Punkten hauchdünn die Nase gegenüber Tech (139,2) mit Roccella vorn.

Angeführt von den beiden besten Startern des Wochenendes glückte auch der westfälischen Mannschaft die Titelverteidigung. Neben Busacker und Tech komplettierten Jacqueline von Behren (RV Friedewalde) mit Sternenfee, Carolin Cordes (RV Telgte-Lauheide) mit Cherry On Top und Julina Liebrecht (RV St. Georg Saerbeck) mit Rocky das Team, das die Konkurrenz aus Hannover und aus dem Rheinland auf die Plätze verwies.



Junge Roxeler sammeln Pokalpunkte-mfe- MÜNSER-ROXEL. Der Roxeler Reiternachwuchs ist in dieser Saison wieder besonders erfolgreich unterwegs. Beim Wettkampf um den Nachwuchspokal Springen, einer von der Sparkasse Münsterland-Ost geförderten Turnierserie der Klasse L für Reiter aus Vereinen der Stadt Münster, liegen die Reiter des RFV Roxel in der Zwischenwertung zurzeit in Führung. „Beim hauseigenen Turnier in Roxel holten Theresa Zölzer sowie Lisa und Philipp Schulze Topphoff noch einmal wertvolle Punkte“, berichtet Daniela Waldmann vom RFV Roxel. Zu den eifrigen Punktesammlern für diese Serie gehöre zudem Lucas Ackermann. In der Einzelwertung liegt Theresa Zölzer vorne. Das Finale findet Ende des Jahres beim großen Turnier in Handorf statt. Auf dem eigenen Turnier gewann Theresa Zölzer zudem den Roxeler Vereinspokal als erfolgreichste Reiterin. Bei den jüngeren Reitern holte Paulin Waldmann die Trophäe.


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Den Roxeler Vereinspokal gewann bei den älteren ReiternTheresa Zölzer (l.), bei den jüngeren siegte Paulin Waldmann


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Warendorfer aus dem Stall Beerbaum: Christian Kukuk – hier auf Big Balou – wird in Roxel mehrfach an den Start gehen. Foto: René Penno

Die Vorbereitungen für das Reit- und Springturnier des RuFV Roxel sind umfangreich, doch die Organisatoren haben auch in diesem Jahr alles im Griff. Am Donnerstag geht es los, prominente Namen haben sich angekündigt.

Von Michael Schulte

Arbeitseinsatz an der Bösenseller Straße am vergangenen Samstag – das drohte zur schweißtreibenden Angelegenheit zu werden. Also verständigten sich rund 60 fleißige Mitglieder des RuFV Roxel auf eine vorgezogene Startzeit und trafen sich bereits um 5.30 Uhr. Es galt, die Reitanlage auf Hochglanz zu bringen und die Vorarbeiten zum Reit- und Springturnier aufzunehmen. Der Lohn war erstens ein großes gemeinsames Frühstück und zweitens Feierabend um 12 Uhr.

Alles erledigt

Inzwischen ist alles erledigt, so dass ab Donnerstag das große Turnier starten kann. 40 Prüfungen werden angeboten, knapp 700 Reite mit etwa 2200 Pferden haben inzwischen gemeldet.

Alles Zahlen, die mächtig beeindrucken könnten. Aber nicht die Roxeler, die damit seit Jahren routiniert umgehen. Auch wenn sie inzwischen an ihre Grenzen gestoßen sind.

Das Turnier läuft über vier Tage und hält seine beiden Höhepunkte am Sonntag bereit. Da ist einmal die S-Dressur (ab 13 Uhr) sowie das Zwei-Sterne-S-Springen, das um 14.30 Uhr beginnt. Daneben finden in Roxel auch die Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat des deutschen Springpferdes der Fünf- und Sechsjährigen statt.

Nachwuchspokal-Springen

Und auch für die jungen Reiter gibt es ein Highlight, wenn es um Sieg und Platz im Nachwuchspokal-Springen der Sparkasse geht.

Traditionell sieht man in Roxel nicht nur sehr viele, sondern auch sehr viele gute Reiter(innen) am Start. Aus dem Hause Nieberg werden Vater Lars und die Söhne Max und Gerrit erwartet. Die Groß-Familie Schulze Topphoff bietet so ziemlich alles auf, was reiten kann. Auch Toni Hassmann, Christian Kukuk, Johannes Ehning, Hans-Thorben Rüder, Frank Merschformann und André Sakakini sind dabei.

Die Brüder Oliver Schulze Brüning und Carsten Averkamp haben gemeldet, Eva Deimel, Kai Ligges und Gerd Könemann auch. Im Viereck wird Maike Mende ihr Können zeigen. Und dass Stammgast Ingrid Klimke nicht fehlen wird, ist ohnehin klar.