Erfolgreiche Nachwuchsreiter

Junge Roxeler sammeln Pokalpunkte-mfe- MÜNSER-ROXEL. Der Roxeler Reiternachwuchs ist in dieser Saison wieder besonders erfolgreich unterwegs. Beim Wettkampf um den Nachwuchspokal Springen, einer von der Sparkasse Münsterland-Ost geförderten Turnierserie der Klasse L für Reiter aus Vereinen der Stadt Münster, liegen die Reiter des RFV Roxel in der Zwischenwertung zurzeit in Führung. „Beim hauseigenen Turnier in Roxel holten Theresa Zölzer sowie Lisa und Philipp Schulze Topphoff noch einmal wertvolle Punkte“, berichtet Daniela Waldmann vom RFV Roxel. Zu den eifrigen Punktesammlern für diese Serie gehöre zudem Lucas Ackermann. In der Einzelwertung liegt Theresa Zölzer vorne. Das Finale findet Ende des Jahres beim großen Turnier in Handorf statt. Auf dem eigenen Turnier gewann Theresa Zölzer zudem den Roxeler Vereinspokal als erfolgreichste Reiterin. Bei den jüngeren Reitern holte Paulin Waldmann die Trophäe.


 Theresa und Paulin bearbeitet
Den Roxeler Vereinspokal gewann bei den älteren ReiternTheresa Zölzer (l.), bei den jüngeren siegte Paulin Waldmann

Prominenz ab Donnerstag im Sattel



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Warendorfer aus dem Stall Beerbaum: Christian Kukuk – hier auf Big Balou – wird in Roxel mehrfach an den Start gehen. Foto: René Penno

Die Vorbereitungen für das Reit- und Springturnier des RuFV Roxel sind umfangreich, doch die Organisatoren haben auch in diesem Jahr alles im Griff. Am Donnerstag geht es los, prominente Namen haben sich angekündigt.

Von Michael Schulte

Arbeitseinsatz an der Bösenseller Straße am vergangenen Samstag – das drohte zur schweißtreibenden Angelegenheit zu werden. Also verständigten sich rund 60 fleißige Mitglieder des RuFV Roxel auf eine vorgezogene Startzeit und trafen sich bereits um 5.30 Uhr. Es galt, die Reitanlage auf Hochglanz zu bringen und die Vorarbeiten zum Reit- und Springturnier aufzunehmen. Der Lohn war erstens ein großes gemeinsames Frühstück und zweitens Feierabend um 12 Uhr.

Alles erledigt

Inzwischen ist alles erledigt, so dass ab Donnerstag das große Turnier starten kann. 40 Prüfungen werden angeboten, knapp 700 Reite mit etwa 2200 Pferden haben inzwischen gemeldet.

Alles Zahlen, die mächtig beeindrucken könnten. Aber nicht die Roxeler, die damit seit Jahren routiniert umgehen. Auch wenn sie inzwischen an ihre Grenzen gestoßen sind.

Das Turnier läuft über vier Tage und hält seine beiden Höhepunkte am Sonntag bereit. Da ist einmal die S-Dressur (ab 13 Uhr) sowie das Zwei-Sterne-S-Springen, das um 14.30 Uhr beginnt. Daneben finden in Roxel auch die Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat des deutschen Springpferdes der Fünf- und Sechsjährigen statt.

Nachwuchspokal-Springen

Und auch für die jungen Reiter gibt es ein Highlight, wenn es um Sieg und Platz im Nachwuchspokal-Springen der Sparkasse geht.

Traditionell sieht man in Roxel nicht nur sehr viele, sondern auch sehr viele gute Reiter(innen) am Start. Aus dem Hause Nieberg werden Vater Lars und die Söhne Max und Gerrit erwartet. Die Groß-Familie Schulze Topphoff bietet so ziemlich alles auf, was reiten kann. Auch Toni Hassmann, Christian Kukuk, Johannes Ehning, Hans-Thorben Rüder, Frank Merschformann und André Sakakini sind dabei.

Die Brüder Oliver Schulze Brüning und Carsten Averkamp haben gemeldet, Eva Deimel, Kai Ligges und Gerd Könemann auch. Im Viereck wird Maike Mende ihr Können zeigen. Und dass Stammgast Ingrid Klimke nicht fehlen wird, ist ohnehin klar.

Zuschauer bejubeln Deimel-Sieg frenetisch

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Sieger in der Zwei-Sterne-Prüfung: Eva Deimel vom RV St. Hubertus Wolbeck und Sakrileg. Foto: Marion Fenner


Für Eva Deimel war das Turnier in Roxel fast ein Heimspiel. Mit Sakrileg gewann die Amazone das Zwei-Sterne-S-Springen und ließ sich lautstark dafür feiern. Unterdessen gab es Unmut wegen der Dressur-Jury. Die Bewertungen waren teilweise sehr unterschiedlich.

Von Marion Fenner



Einige Tränen der Rührung kullerten bei Eva Deimel nach dem Sieg im Zwei-Sterne-S-Springen. Mit ihrem Hengst Sakrileg hatte sie im Stechen die Konkurrenz hinter sich gelassen und wurde von den Zuschauern lautstark gefeiert.



Jubel und Beifall nahmen gar kein Ende, selbst La-Ola-Wellen gab es. Gerade im RV Roxel hat die Amazone viele Freunde. „Ich bin hier zwar nicht im Verein“, sagte die für den RV St. Hubertus Wolbeck startende Reiterin. „Aber hier fühle ich mich zu Hause.“ Das Turnier habe einen festen Platz im Jahreskalender, weil es einfach zu den schönsten Veranstaltungen in der Region gehöre. Das sage sie nicht, weil sie nun gewonnen habe, das sei schon seit vielen Jahren so.

Starke Wendung

Eine Wendung sei ihr etwas besser gelungen als Wilhelm Winkler mit Caluna (RV Löningen-Böen-Bunnen), der als Dritter von zwölf Startern im Stechen nach 34,30 Sekunden fehlerfrei im Ziel war. Deimel und Sakrileg benötigten 33,75 Sekunden. „Mein Hengst lässt sich im Parcours unheimlich schnell drehen, das kam uns zugute.“ Dazu habe der Achtjährige einfach eine tolle Einstellung zum Sport und arbeite immer gut mit. Und wenn sich seine Reiterin nicht dem Springen verschrieben hätte, könnte Sakrileg in Sachen Ausstrahlung und Bewegungstalent durchaus auch zum Schleifen sammeln ins Dressurviereck geschickt werden.

Hinterher ging es dann noch an die Theke. „Das muss einfach gefeiert werden“, so Deimel, im Vorjahr noch Zweite. Platz drei ging an Vereinskameradin Vanessa König, die For Me gesattelt hatte. In der S-Springprüfung am Tag zuvor hatten Toni Hassmann (RV Lienen) und Clooney die Nase vorn, Platz zwei ging an Andrea Hoppe (RV St. Georg Münster) auf La Fleur. Im Dressurviereck siegte Jutta Zimmermann (RV Rhede) mit Amaro Abano in der schweren Prüfung. Platz vier ging an Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) auf Franziskus.

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größte Turniersportveranstaltung

Der Reit- und Fahrverein Roxel veranstaltet an diesem Wochenende eines seiner größten Turniersportveranstaltungen mit über 2.500 Nennungen. Das Gelände an der Bösenseller Straße ist auf zahlreiche Zuschauer und großen Turniersport vorbereitet. Ganz besonders freuen sich die Verantwortlichen mit dem Vorsitzenden Christian Gäher und dem langjährigen Vorstandsmitglied und Organisationsleiter Paul Hufelschulte darüber, dass sie mit der Vereinigten Volksbank Münster einen neuen starken Partner gefunden haben. Die Bank sitzt nicht nur beim Zwei-Sterne-S-Springen im Sattel, sondern hat dem Verein auch materiell auf die Sprünge geholfen. Gleich zum Auftakt des Turnieres begrüßten die Reitsportfunktionäre Dirk Stippel, den Filialleiter der Volksbank Roxel. 40 Prüfungen werden angeboten. Viel Prominenz wird erwartet.

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Der Rekordchampion holt seinen 33. Titel

Der Rekordchampion holt seinen 33. Titel Westbevern, wer sonst?

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Schon am Donnerstag nach der Kür war klar, dass der Weg zum Titel im Kampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster nur über den RV Gustav Rau Westbevern führen konnte. (Von Henner Henning)

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Und der Rekordchampion untermauerte seine dominante Rolle auch im abschließenden Springen und sicherte sich den vierten Sieg am Stück. Auf dem zweiten Rang folgte der RV Roxel, der den RFV Nienberge-Schonebeck noch abfing.

Vor dem Showdown der Favoriten taten sich die Teams in dem anspruchsvollen Parcours schwer. Einzig der RFV Havixbeck-Hohenholte erzielte von den ersten acht Startern die Maximalausbeute von 40 Punkten und sprang damit vom vorletzten Rang hoch auf Platz acht. Dagegen erwischte der RFV Zum Rieselfeld einen rabenschwarzen Tag. Mit Sandra Schorn und Dominik Droste schieden zwei Reiter nach je drei Verweigerungen aus, mit insgesamt 28 Strafpunkten purzelte das Team ans Tabellenende.

So war es dem RV Greven vorbehalten, die Havixbecker Klettertour mit einem ebenfalls perfekten Resultat zu stoppen und somit den vierten Rang zu erobern. Die Entscheidung der 79. Auflage der Bauernolympiade nahte nun, der nach zwei Disziplinen viertplatzierte RV Roxel leitete die heiße Phase ein. Nullrunden von Lucas Ackermann mit Campino, Kathrin Hufelschulte mit Riccia, Marie Schulze Topphoff mit Fady Maalouf und Karl-Josef Kückmann mit Flamme hielten Roxels Hoffnungen am Leben – und zauberten den Reitlehrern Daniela Waldmann und Michael Potthink ein Strahlen ins Gesicht. „Wir haben ein bisschen gepokert, hatten hauptsächlich Dressurpferde dabei. Aber in dem technisch anspruchsvollen Parcours hat es bei uns geklappt“, sagte Potthink, dessen Team sich den Vizetitel sicherte. „Ohne Worte, ich bin auf ganzer Linie mit der Leistung zufrieden“, meinte Waldmann.

Springen Lucas 4Springen Kathrin 1
Springen Steffi 3Springen Steffi 1
Springen Kajo 1Kuer 1

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