Weltmeisterschaft der Fahrer mit Behinderung

Breda / Niederlande Turnier 02. bis 05. September 2010: Weltmeisterschaften der Fahrer mit Behinderung

am 30. August 2010 unter Fahren - Turniere abgelegt
Weltmeisterschaften der Fahrer mit Behinderung
Deutsches Team will Medaille in Breda holen

Die deutschen Fahrer mit Behinderung starten vom 2. bis 5. September bei den Weltmeisterschaften im niederländischen Breda. 16 Teilnehmer aus vier Nationen treten zum Leistungsvergleich an und kämpfen um die Medaillen in der Einzel- und in der Mannschaftswertung.




Die Weltmeisterschaften für Fahrer mit Behinderung finden bereits zum siebten Mal statt und sind in das internationale Fahrturnier in Breda eingebunden. Als Titelverteidiger tritt das Team des Gastgebers an. Deutschland holte 2008 vor heimischem Publikum in Greven die Bronzemedaille. Nach Silber bei den ersten Weltmeisterschaften 1998, hatte das deutsche Team in den Jahren zuvor von 2000 bis 2006 jedes Mal den WM-Titel gewonnen.

Die Teilnehmer fahren einspännig mit Pferden oder Ponys, die gemeinsam gewertet werden. Unterteilt wird aber nach Schwere der Behinderung in zwei verschiedene Grades. Für Deutschland starten Josef Sauerwald aus Havixbeck (Grade II), Heiner Lehrter aus Mettingen (Grade I), Hubert Markett aus Rees (Grad II), Markus Beerhues aus Langenberg (Grade I) und Sielke Harde aus Welver (Grade I).

(ak via evw/fn-press)

Führanlage

Mehr Bewegung - bessere Kondition



















Auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Roxel wird zurzeit eine Führanlage gebaut, in der den Pferden zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Foto: (mfe)



Read More Münster-Roxel - Außerhalb der Weidesaison verbringen viele Reitpferde den größten Teil des Tages in einem kleinen Stall. Für ein Tier, dass sich in freier Wildbahn fast den ganzen Tag bewegt, ist das eindeutig zu viel.

Der Reit- und Fahrverein Roxel möchte jetzt den Pferden seiner Einstaller mehr Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Dafür wird eine Führanlage errichtet, in der die Tiere ohne Reiter bewegt werden können.

„Bis zu sechs Pferde können gleichzeitig in der Führanlage laufen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Manfred Schlattmann. „Die Tiere laufen frei in abgetrennten Abteilen.“ Die Maschine, die durch einen Elektromotor betrieben wird, könne auf verschiedene Geschwindigkeiten eingestellt werden, sodass die Pferde im Schritt oder Trab bewegt würden. Automatisch wechsele die Maschine in regelmäßigen Zeitabständen außerdem die Richtung. Das sorge für Kondition und Ausgeglichenheit bei den vierbeinigen Sportlern, sagt Schlattmann. Von oben durch ein Dach vor Regen geschützt, erhalten sie von den Seiten frische Luft, auch das sei für die Tiere ein willkommener Ausgleich zur Stallluft.

„Die Führanlage soll nicht das tägliche Reiten ersetzen“, stellt Schlattmann klar. Sie sei eine Ergänzung zum Training und ideale Möglichkeit zum Muskelaufbau und zur Gymnastizierung der Pferde.

Die Führanlage hat der Verein gebraucht erworben. Lediglich das Dach und die Begrenzung werden neu gebaut. „Sie stellt eine ideale Ergänzung zu bereits vorhandenen Angebote des Reitervereins dar und soll ein weiteres Schmuckstück der gesamten Anlage werden“, so Schlattmann.

„Es war ein langer Wunsch unseres Vereins, eine Führanlage anbieten zu können.“ Durch die Möglichkeit, die Pferde dort zusätzlich zu bewegen, stehe den Pferdebesitzern zudem eine gute Alternative zur Verfügung, wenn die Reithalle durch Jugend- oder Mannschaftstraining belegt sei.

„Wie bei Baumaßnahmen des Reit- und Fahrvereins Roxel üblich, tragen bei der Erstellung dieser Anlage viele Mitglieder mit Eigenleistung zur Umsetzung des Projekts bei“, freut sich Manfred Schlattmann. Nur das Dach werde durch eine Fremdfirma erstellt.

Spätestens Ende April, so schätzt Schlattmann, seien die Arbeiten abgeschlossen, und dann können dort Pferde ihre Runden drehen.


VON MARION FENNER, MÜNSTER





Trainingsraum für Pferde

Trainingsraum für Pferde: Neue Führanlage ergänzt die Trainingsmöglichkeiten beim Reit- und Fahrverein
Kay Böckling am 24.02.2009 17:56 Uhr
ROXEL Ein neues Schmuckstück ziert das Areal des Reit- und Fahrvereins Roxel: Direkt hinter der Reithalle entsteht derzeit eine klassische Führanlage. Damit erfüllt sich der Club einen langen Traum.
Auf dem Areal des Roxeler Reit- und Fahrvereins entsteht derzeit eine klassische Führanlage für Pferde. Mit dem Ende der Bauarbeiten rechnen die Verantwortlichen in rund vier Wochen. Foto: Böckling

Eigentlich sollten schon in diesem Monat die Pferde ihre Runden in dieser neuen und überdachten Anlage drehen, witterungsbedingt mussten die Bauarbeiter allerdings eine mehrwöchige Pause einlegen. Nun aber gehen die Arbeiten weiter, mit der Eröffnung rechnet Manfred Schlattmann, zweiter Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins, in rund vier Wochen. Diese Einrichtung komplettiert die ohnehin schon attraktive Reitanlage des Clubs an der Bösenseller Straße. Bis zu sechs Pferde finden darin Platz, werden im Schritttempo automatisch durch das Rund geführt. Ein Elektro-Motor sorgt für den Antrieb.

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"Unsere Reiter engagieren sich vorbildlich" Zu den Kosten möchte sich Schlattmann nicht äußern, billig dürfte der Neubau aber nicht sein. Der Vize-Vorsitzende: "Wir sind zwar ein reicher Verein, was die Mitgliederzahlen anbelangt, ansonsten aber sind wir - wie alle anderen Vereine auch - aber nicht auf Rosen gebettet." Das man das Vorhaben dennoch stemmen könne, habe man der tatkräftigen Mithilfe der Mitglieder zu verdanken. "Unsere Reiter engagieren sich vorbildlich."

Mit der Führanlage verfolgt der Reit- und Fahrverein insbesondere zwei Ziele. So ergänzt sie beispielsweise die Trainingsarbeit. Schlattmann: "In der Anlage müssen die Tiere einen strammen und fleißigen Schritt hinlegen. Damit unterstützen wir die Weiterentwicklung des raumgreifenden Schritts, die wichtigste Gangart bei einem Pferd." Das schule unter anderem auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei den Tieren. "Anders als bei Sportlern, die ihre Kondition beim Laufen am besten trainieren können, fördert dieser Schritt die Leistungsfähigkeit", sagt Schlattmann.

Kapazitäten sind ausgereizt

Da die Reithallenkapazitäten besonders in den Wintermonaten an ihre Grenzen stoßen - schließlich nutzen täglich unter anderem bis zu 50 Kinder und Jugendliche die Reitanlage - ist es insbesondere für die berufstätigen Pferdebesitzer schwer, ihren Tieren die notwendige Bewegung zu ermöglichen. Schlattmann: "Bei Wind und Wetter reitet niemand gerne aus. Und so gibt es jetzt die Möglichkeit, dass die Pferde vor dem Regen geschützt ihre Runden drehen."

Zwischen 20 und 25 Pferde sind momentan auf der Reitanlage an der Bösenseller Straße untergebracht. Und alle vereinseigenen Vierbeiner kommen demnächst in den Genuss ihres neuen Trainingsgeräts.