Reiten: Sieg bei der NRW-Childrens-Trophy

MÜNSTER. Den Sieg bei der NRW-Childrens-Trophy der Klasse L in Appelhülsen holte sich Lisa Schulze Topphoff (RV Roxel). Der Wettkampf war als Stilspringen mit Standardanforderungen und Springprüfung mit Stechen ausgeschrieben. Mit ChiquillaLoca distanzierte die Münsteranerin in der Gesamtwertung Tobias Kuhlage (RV Havixbeck-Hohenholte) und RimRod sowie Vicky Venschott(RV Greven) und Chiodetta. Im Finale der Pony-Springförderserie L-Tour an selber Stelle landete Schulze Topphoff auf Platz zwei. Im Sattel von Nalon musste sie sich im Stilspringen der Klasse L im Stechen nur Lars Berkemeier (RV Albersloh) mit Luna S beugen. Gina Marie Brenner (ZRFV Albachten) wurde mit Evolution Fünfte.
Reiten: Rang 16 bei Pony-Vielseitigkeit mit Nemo, dazu Platz zwei im U 15-Bundesfinale

MÜNSTER. Eine beachtliche Premiere feierte Greta Busacker (RV Roxel) bei den Deutschen Meisterschaften der Pony-Vielseitigkeit. Die zwölfjährige Tochter von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Ingrid Klimke landete im sachsen-anhaltinischen Hohenberg-Krusemark als eine der jüngsten Starterin unter 44 Teilnehmer auf dem 16. Platz.

Nachdem die Blondine mit ihrem Pony Nemo von Purnitzgrund gleich zu Beginn eine gute Dressur abgeliefert hatte, die mit 47,10 Minuspunkten auf dem vorläufigen Rang neun endete, lief es im Gelände am Samstag für das Duo nicht ganz so glatt. Ein Vorbeiläufer an Hindernis 21, 20 Strafpunkte und zusätzliche 5,2 für die Zeit bedeuteten nun 72,30 Minuspunkte und Rang 24 für die münsterscheSchülerin. Aber die ehrgeizige Nachwuchsreiterin ließ den Kopf nicht hängen und lieferte bei ihrem DM-Debüt im finalen Springparcours eine blitzsaubere Nullrunde mit ihrem Fuchspony ab und kletterte noch um acht Plätze.

Zwei Patzer von Abraxxas

Einen fehlerfreien Ritt hätte Busacker noch nicht einmal gebraucht, um sich mit Abraxxas, dem Erfolgspferd ihrer Mutter, den Sieg im U 15-Bundesfinale zu sichern. Nach der besten Dressur, in der das Duo mit 39,80 Minuspunkten als einziges die 40er-Marke unterboten hatte, und lediglich 2,4 Zeitfehlern im Gelände war ihr Vorsprung so groß, dass sogar ein Fehler zum Sieg gereicht hätte. Doch Abraxxas brachte gleich zwei Stangen zu Fall, was für Busacker mit einem Endergebnis von 50,20 Punkten den zweiten Platz bedeutete. Der Sieg ging an die 15 Jahre alte Caecilia Reemtsma mitSarotti (48,80).

(von Anna Ott)




Reiten: Greta Busacker bei der Vielseitigkeits-DM der Ponys

MÜNSTER. Greta Busacker (RV Roxel) hat schon viele große Turniere in ihrem Leben gesehen. Sie begleitete ihre Mutter Ingrid Klimke zu Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften, drückte fest die Daumen und fieberte mit.

In den kommenden drei Tagen ist es nun aber sie, die im Mittelpunkt der familiären Aufmerksamkeit steht, gemeinsam mit Nemo von Purnitzgrund startet die zwölfjährige Nachwuchs-Reiterin bei den Deutschen Meisterschaften der Pony-Vielseitigkeitsreiter in Hohenberg-Krusemark. In der sachsen-anhaltinischen Altmark wird nach der Dressur-Aufgabe heute und dem Gelände morgen am Sonntag nach dem finalen Springen der nationale Meister gekürt. Dort will dann auch Busacker ein Wörtchen mitreden, die zuletzt Anfang August beim Bundes-Nachwuchschampionat mit drei Titeln auf sich aufmerksam machte. Einen davon ergatterte die Schülerin aus Münster mit Abraxxas, dem langjährigen Erfolgspferd ihrer Mutter, das auch auf der Reise in den Osten mit an Bord war. Gemeinsam mit ihm startet sie zusätzlich im U15-Bundesfinale, das den besten Nachwuchs-Reitern die Gelegenheit bietet, erste Erfahrungen auf L-Niveau zu sammeln und sich damit auf den nächsten Schritt, die Deutsche Junioren-Meisterschaft, vorzubereiten.

Auch Ingrid Klimke (RV St. Georg) nimmt selbst im Sattel Platz. Mit der Schimmelstute Zilia steht für die frischgebackene Mannschaftsweltmeisterin eine Vielseitigkeitsprüfung auf dem Programm.

(von Anna Ott)



MÜNSTER Ihr Großvater Reiner Klimke ist mit sechs olympischen Goldmedaillen bis heute der erfolgreichste Dressurreiter aller Zeiten. Ihre Mutter Ingrid, die amtierende Mannschaftsolympiasiegerin, gehört zu den besten Vielseitigkeitsreitern der Welt. Kein Wunder also, dass nun auch Greta Busacker vom RV Roxel immer häufiger in den Platzierungslisten an oberster Stelle auftaucht. So wie jetzt in Warendorf.


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Erfolg ist vererbbar: Ingrid Klimkes Tochter Greta Busacker (l.) gewann beim Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeit die Einzelkonkurrenz bei den Pferden. Foto: imago

Beim Bundesnachwuchs-championat der Vielseitigkeit gewann die erst 12-Jährige die Einzelkonkurrenz bei den Pferden, wurde bei den Ponies Zweite und gehörte in beiden Klassen zum siegreichen westfälischen Team. Dabei zeigte sie in beiden Kategorien herausragende Leistungen. Der Lohn waren Noten bis zur 10,0. Mit ihrem Fuchspony Nemo von Purnitzgrund, das die Schülerin schon 2013 zu Doppelgold beim Bundesnachwuchsvierkampf trug, gab’s eine 9,0 für den Stilgeländeritt, eine 7,8 für das Stilspringen und eine 8,8 in der Dressur – alles auf A-Niveau.

Im Sattel des Erfolgspferdes

Hinzu kam ein 10,0 in der Theorie, eine 8,5 im Vormustern und eine 8,0 im Schwimmen was am Ende mit 137,9 Punkten den zweiten Platz hinter Teamkollegin und Ingrid Klimkes Patenkind Johanna Schulze Thier vom RV Herbern bedeutete. Eine noch recht neue Anpaarung sahen die Zuschauer und Richter dann im Wettkampf bei den Großpferden. Busacker hatte im Sattel von Abraxxas Platz genommen, dem langjährigen Erfolgspferd ihrer Mutter, das Mitte Juni aus dem großen Sport verabschiedet wurde und nun als Lehrmeister für die Nachwuchsreiterin sichtlich Spaß hat.

Die Chemie stimmt

Bereits beim ersten gemeinsamen Auftritt im Juli in Gahlen siegte das Duo im Geländeparcours. Was nicht nur die Reiterin zum Strahlen brachte. „Das war mein erstes Turnier mit Braxxi. Deswegen habe ich noch etwas ruhiger geritten. Aber er macht das alles so toll. Ich bin echt happy“, sagt Busacker. Auch ihre Mutter war begeistert von ihren beiden Schützlingen. „Braxxi hat toll auf Greta aufgepasst. Er ist wirklich ein Professor, und sie kann noch viel von ihm lernen. Das macht mich Stolz.“ In Warendorf bestätigte das Paar, dass die Chemie stimmt. Es erhielt eine 8,9 im Gelände, die 8,8 im Parcous und eine 8,6 in der Dressur (A-Niveau), was mit den Noten von 10,0 für die Theorie, 9,5 für das Vormustern und 8,0 fürs Schwimmen am Ende das Gesamtergebnis von 141,60 Punkten und damit den Sieg bedeutet.







LEGDEN. Lars Volmer vom RV Legden begab sich mit gemischten Gefühlen auf die Heimreise. Im Gepäck hatte er eine Bronzemedaille, die er mit der deutschen Junioren-Mannschaft bei der Pony-EM im irischen Millstreet eingestrichen hatte. Ein bisschen enttäuscht war er, dass es in der Einzelwertung nicht für einen Podiumsplatz reichte. Mit Platz vier war Volmer trotzdem besten Deutscher.



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Lars Volmer (2.v.r.) fuhr mit seinen Teamkollegen (v.l.) Philipp Schulze-Topphoff, Enno Klaphake und Justine Tebbel die Bronzemedaille im irischen Millstreet ein.

Den dritten Rang im Springen um den Nationenpreis sicherte sich die deutsche Mannschaft erst im Stechen. Justine Tebbels Miss California verweigerte im ersten Durchgang zweimal, im zweiten passierte ein Abwurf. Philipp Schulze-Topphoff (Mentos junior) leistete sich in beiden Runden je einen Abwurf, Enno Klaphake (Nikolina) erlaubte sich einen und blieb einmal fehlerfrei.

Besser machte es Lars Volmer auf Carrick, der in seinen beiden Runden keine Nerven zeigte und fehlerfrei blieb. Unterm Strich reichten diese Resultate aus, um sich im Stechen vor dem Team aus Großbritannien zu platzieren und die Bronzemedaille mitzunehmen. Den Sieg ersprangen die Franzosen.

Im Stechen unterlegen

Aus ihren Reihen kam auch die Siegerin in der Einzelwertung: Ninon Castex und ihr Pony Quabar de Monceaux lieferten eine überragende Leistung ab. Auf dem schwierigen Kurs leistete sich das Paar nur drei Fehler und drei Zeitfehler in den fünf Springen, die für die Gesamtwertung relevant waren – frühzeitig war Gold vergeben. Der 16-Jährige Volmer zählte zu den vier Reitern, die sich für das Stechen um die weiteren zwei Medaillenplätze qualifiziert hatten.

Seinen vier Fehlerpunkten aus der Qualifikation folgten in sechs Umläufen keine weiteren. Auch im Stechen blieb der Legdener wie seine drei Kontrahenten fehlerfrei, jedoch genügte die Zeit nicht fürs Podium. Mit 39,40 Sekunden musste er dem Belgier Arnaud Gaublomme (Goliath van de Groenweg/Silber) mit 37,62 Sekunden und der Irin Susan Fitzpatrick (Rock Dee Jay/Bronze) mit 38,36 Sekunden den Vortritt lassen.
„Lars hat klasse geritten und super die Nerven behalten“, lobte Mutter und Trainerin Melanie Deggerich-Volmer. Nach dem Stechen in der Einzelwertung sei Lars Volmer allerdings schon enttäuscht gewesen. „Ein vierter Platz ist nunmal immer ein bisschen ärgerlich“, so Deggerich-Volmer.

Noch auf der Heimreise

Der deutsche Tross befindet sich derzeit immer noch auf der Heimreise, die mit diversen Fährverbindungen beinahe zwei Tage lang dauert. Am kommenden Freitag startet Lars Volmer dann bei den Waltroper Reitertagen, ehe am Wochenende 15. bis 17. August die Deutschen Jugendmeisterschaften in Zeiskam (Rheinland-Pfalz) anstehen